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AKTION zu Belo Monte-Staudamm

Wasserkraftwerksprojekt Belo Monte bedroht indigene Völker und Biodiversität

Indianervölker protestieren seit Jahren gegen Staudammprojekte

"Rettet den Regenwald" e.V., 21.8.08

Die brasilianische Regierung von Präsident Lula da Silva will im Südosten Amazoniens den weltweit drittgrößten Staudamm zur Elektrizitätsgewinnung bauen. Durch das geplante Wasserkraftwerk Belo Monte sind der Xingu-Fluss, mehrere indigene Völker und Tausende von Flussanwohnern und Fischern bedroht.

Eine weltweit einzigartige Flusslandschaft würde dadurch vernichtet, Regenwaldgebiete und fruchtbare Felder überflutet sowie in ihrer Lebensweise von einem frei fließenden Fluss abhängige Fischarten ausgerottet werden. Von deren Vorkommen hängt die Ernährung tausender Familien ab.

Mindestens 440 Quadratkilometer Regen- und Uferwaldgebiete drohen im geplanten Stausee unterzugehen. Schlimmer noch: der von Belo Monte erzeugte Strom soll fast ausschließlich in umweltzerstörende Aluminium- und andere Industrien zum Abbau und zur Verhüttung von Rohstoffen für den Export nach Europa, Japan und die USA fließen. Es drohen weitere Regenwaldrodungen durch die Erschließung von Bauxitvorkommen und anderen Erzminen in Amazonien.

Vergangenen Mai protestierten deshalb etwa 1000 Menschen, betroffene Indianervölker und Flussanwohner, in der Stadt Altamira am Xingu-Fluss gegen das Staudammprojekt Belo Monte. Ihre Lebensader ist der frei fließende Rio Xingu.

Helfen Sie mit! Schreiben Sie an den brasilianischen Präsidenten und bitten Sie die Einstellung des Wasserkraftwerks Belo Monte. Ihre Stimme zählt! Denn schon einmal wurde das Projekt gestoppt.

Bereits Ende der 1980er Jahre hatte die damalige Regierung Brasiliens den Rio Xingu aufstauen wollen. Doch schon zu jener Zeit wehrten sich die Indianervölker des Xingu und alarmierten die Welt rechtzeitig von der geplanten Regenwald- und Umweltvernichtung. Das Treffen der betroffenen Indigenenvölker in der Amazonasstadt Altamira im Februar 1989 ging in die Weltgeschichte ein und führte zu internationalen Protesten, die letztlich das Staudammprojekt verhinderten. Nun brauchen die Menschen des Xingu abermals internationale Solidarität.

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