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Amazonienentwaldung im August

Regenwald-Abholzung im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt

Die Presse, 30.9.08

Die Zerstörung des Regenwalds schnellt nach oben, weil Bauern wegen der Teuerung mehr Ackerland brauchen. Außerdem lassen Bürgermeister in der Hoffnung auf Wählerstimmen illegale Rodungen zu.

Im Amazonas-Gebiet ist im August mehr als doppelt soviel Regenwald wie vor einem Jahr abgeholzt worden. Der brasilianische Umweltminister Carlos Minc machte dafür am Montag bevorstehende Wahlen verantwortlich: Bürgermeister ließen illegale Rodungen in der Hoffnung auf Wählerstimmen zu.

Die internationale Umweltschutzorganisation Greenpeace stimmte dem nur teilweise zu: Auch der weltweite Anstieg der Lebensmittelpreise führe dazu, dass Sojabauern und Viehzüchter Urwald abholzten, um Anbau- und Weideflächen zu bekommen, sagte Greenpeace-Sprecher Paulo Adario.

Von 230 auf 760 Quadratkilometer

Die Zerstörung des Regenwalds schnellte im vergangenen Monat nach Angaben des Brasilianischen Instituts für Weltraumforschung um 228 Prozent nach oben. Das Institut überwacht mit Satelliten die Amazonas-Wälder. Im August seien 760 Quadratkilometer Wald gerodet worden, im August des Vorjahres seien es 230 Quadratkilometer gewesen.

Die tatsächliche Waldvernichtung sei möglicherweise noch größer: Wegen Bewölkung seien nämlich 26 Prozent des Amazonas nicht einsehbar gewesen, hieß es.







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