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Aktuell

Neue Überschwemmungen befürchtet

Mittwoch 5. November 2003, 13:14 Uhr

Warnung vor neuen Überschwemmungen nach Flutkatastrophe auf Sumatra

Jakarta (dpa) - Nach der Flutkatastrophe auf der indonesischen Insel Sumatra mit vermutlich mehr als 200 Todesopfern hat die Regierung vor weiteren Überschwemmungen gewarnt. Die Überflutungen hingen eng mit dem Raubbau an der Natur zusammen, sagte Indonesiens Präsidentin Megawati Sukarnoputri am Mittwoch.

Ein ähnliches Unglück könne sich deshalb auch in anderen Teilen des Landes wie etwa der Hauptinsel Java ereignen, wo der Wald bereits zu einem großen Teil abgeholzt sei. Umweltminister Nabiel Makarim verglich die Hintermänner des weit verbreiteten illegalen Holzeinschlags mit Terroristen.

Die Behörden gaben unterdessen die offizielle Zahl der Flutofer in Nord-Sumatra mit 105 an. Nach rund 140 Vermissten wurde zunächst noch gesucht, obwohl die Helfer wenig Hoffnung auf Überlebende hatten. Bei den plötzlichen Überschwemmungen entlang des Flusses Bahorok waren in der Nacht zum Montag nach offiziellen Angaben auch zwei deutsche Touristinnen, ein Niederländer und ein Österreicher umgekommen.

Der Fluss war nach schweren Regenfällen über seine Ufer getreten und hatte rund 400 Wohnhäuser und Touristenunterkünfte mitgerissen. Die dicht bewaldete Gegend im berühmten Gunung-Leuser-Nationalpark ist wegen einer Orang-Utan-Auswilderungsstation, Trekking- und Rafting-Angeboten Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt.

Ebenso wie die Staatsregierung sehen auch örtliche Behörden den illegalen Holzeinschlag in dem Nationalpark als Ursache für die Flutkatastrophe. Durch den stetigen Schwund des Waldes wird das Regenwasser nicht mehr auf natürliche Weise zurückgehalten und fließt ungehindert ab.

«Diese Holzdiebe sind wie Terroristen», sagte Umweltminister Makarim. Allerdings seien die Drahtzieher schwer zu fassen, weil sie von der Polizei und dem Militär geschützt würden. Der Minister forderte die Bewohner des Flutgebietes auf, die Gegend unverzüglich zu verlassen, da ihnen dort weiterhin Gefahr drohe.


Mittwoch 5. November 2003, 10:08 Uhr

Katastrophengebiet auf Sumatra soll nach der Flut geräumt werden

Jakarta (dpa) - Nach der Flutkatastrophe auf der indonesischen Insel Sumatra mit vermutlich mehr als 200 Toten hat die Regierung Bewohner zum Verlassen des Unglücksgebiets aufgefordert. «Die Gegend muss unverzüglich geräumt werden, sonst wird die Lage noch gefährlicher», sagte der indonesische Umweltminister Nabiel Makarim am Mittwoch.

Die Behörden gaben derweil die Zahl der Toten mit 105 an. Nach rund 140 Vermissten wurde zunächst noch gesucht.

Bei den plötzlichen Überschwemmungen entlang des Flusses Bahorok waren in der Nacht zum Montag nach offiziellen Angaben auch zwei deutsche Touristinnen im Alter von 20 und 26 Jahren, ein 30-jähriger Niederländer und ein 31 Jahre alter österreichischer Tourist ums Leben gekommen. Der Fluss war nach schweren Regenfällen über seine Ufer getreten und hatte rund 400 Wohnhäuser und Touristenunterkünfte mitgerissen. Die Gegend im berühmten Gunung-Leuser-Nationalpark ist wegen einer Orang-Utan-Auswilderungsstation, Trekking- und Rafting-Angeboten bei Touristen aus aller Welt beliebt.

Örtliche Behörden sehen den illegalen Holzeinschlag in dem Nationalpark als Ursache für die Flutkatastrophe. Durch den Schwund des Waldes werde das Wasser nicht mehr zurückgehalten.

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