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Aktuell
Drogenanbau statt Kaffee
Dienstag 9. Dezember 2003, 16:45 Uhr
Oxfam: Sinkende Kaffeepreise fördern Drogenanbau in Exportländern
(AFP) Wegen des Verfalls der Preise auf dem Weltmarkt pflanzen die Bauern in den Kaffee-Exportländern zunehmend profitablere Drogen an. Die realen Kaffeepreise auf dem Weltmarkt seien auf ein 100-Jahres-Tief gestürzt, erklärte die britische Hilfsorganisation Oxfam am Dienstag in London. Der Anteil der Kaffee-Exporte etwa am äthiopischen Bruttoinlandsprodukt habe sich deshalb binnen fünf Jahren von 70 Prozent auf 35 Prozent halbiert, während sich der Anteil der pflanzlichen Droge Khat auf 13 Prozent verdoppelte.
Donnerstag 11. Dezember 2003, 08:43 Uhr
Kaffee wird für Anbieter in Deutschland billiger
Wiesbaden (AFP) Kaffeeröster in Deutschland profitieren von deutlich sinkenden Preisen auf dem Weltmarkt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, gingen die Preise für den Import von Rohkaffee seit dem Jahr 2000 um 46 Prozent zurück. Demnach kostete im Jahr 2000 eine Tonne noch 1925 Euro. Im Schnitt der Monate Januar bis September dieses Jahres waren es nur noch 1040 Euro.
In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wurden der Behörde zufolge 670.252 Tonnen Rohkaffee importiert, Dies waren 4,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wegen der fallenden Preise sank der Wert der eingeführten Waren aber um 3,2 Prozent auf 697 Millionen Euro. Wichtigste Herkunftsländer für Rohkaffee waren in diesem Jahr bis September Brasilien (201 837 Tonnen), Vietnam (93 035 Tonnen), Kolumbien (78 001 Tonnen), Indonesien (43 626 Tonnen) und Honduras (33 124 Tonnen).
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