AktuellUN zur Heuschreckenplage (erweitert)
Donnerstag 7. Oktober 2004, 19:17 Uhr UNO: Heuschreckenplage gefährlicher als KriegeGenf (AFP) - Die derzeitige Heuschreckenplage im Norden Afrikas stellt nach den Worten des stellvertretenden UN-Generalsekretärs Jan Egeland eine größere Gefahr für die Existenz von Millionen von Menschen dar als alle derzeitigen bewaffneten Konflikte, "einschließlich in Darfur". Die Plage habe inzwischen "biblische Ausmaße" angenommen, warnte der höchste UN-Vertreter für humanitäre Angelegenheiten in Genf.Sollte sie nicht innerhalb der nächsten fünf Wochen erfolgreich bekämpft werden, sei der Lebensunterhalt von Millionen von Menschen in den "ärmsten Ländern der Welt" bedroht. Schon jetzt hätten Milliarden der gefräßigen Insekten weite Teile des Nordens verwüstet. Laut Egeland hätte es nicht so weit kommen dürfen. Als die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation im vergangenen Herbst Alarm geschlagen habe, hätten neun Millionen Dollar (etwa 7,3 Millionen Euro) zur wirksamen Bekämpfung ausgereicht. Doch damals seien gerade mal einige hunderttausend Dollar an Spenden eingegangen. Heute reichten möglicherweise nicht einmal mehr 100 Millionen Dollar aus, um die inzwischen gigantischen Schwärme wirksam mit Gift zu bekämpfen. In den vergangenen vier Monate waren die Heuschreckenschwärme über Algerien, Mauretanien, Mali, Marokko, Niger und den Senegal hergefallen und hatten einen Großteil der dortigen Ernte vernichtet. Am Mittwoch erreichten sie den Süden Guineas in der Nähe der Grenze zu Liberia. Laut FAO könnten die Heuschrecken, sollte sie sich weiter so ungehindert vermehren wie zurzeit, ganz Afrika heimsuchen und sogar bis nach Asien vordringen. Freitag 8. Oktober 2004, 15:23 Uhr EU beteiligt sich am Kampf gegen Heuschreckenplage in AfrikaBrüssel (AFP) - Die Europäische Union beteiligt sich mit 25,5 Millionen Euro am Kampf gegen die in Afrika grassierende Heuschreckenplage. Mit dem Geld soll die Welternährungsorganisation FAO bei Einsätzen in Tschad, Mali, Mauretanien, Niger und Senegal unterstützt werden, erläuterte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel die Freigabe der Gelder. Der stellvertretende UN-Generalsekretärs Jan Egeland hatte am Vortag gesagt, die Heuschreckenplage habe inzwischen "biblische Ausmaße" angenommen. Sollte sie nicht innerhalb der nächsten fünf Wochen erfolgreich bekämpft werden, sei der Lebensunterhalt von Millionen von Menschen bedroht.» zurück |
|
Aus der easy.wdss.de, gedruckt am: Mi, 07.01.2009 © easy.wdss Besuchen Sie die www.weitblick.net unter www.weitblick.net Bildschirm-Version |
|