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Friedensnobelpreis für Waldaktivistin
Freitag 8. Oktober 2004, 11:10 Uhr
Friedensnobelpreis für kenianische Umweltschützerin Maathai
Oslo (dpa) - Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die kenianische Umweltschützerin Wangari Maathai. Das gab das Komitee im norwegischen Oslo bekannt. Die 64-Jährige wird für ihren Einsatz zur Erhaltung der Umwelt und zur Durchsetzung der Menschenrechte ausgezeichnet. Maathai ist derzeit stellvertretende Umweltministerin in Kenia. Nach der Iranerin Schirin Ebadi geht die Auszeichnung somit zu zweiten Mal in Folge an eine Frau. Der Nobelpreis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert.
Freitag 8. Oktober 2004, 11:10 Uhr
Friedensnobelpreis für kenianische Umweltschützerin
Nairobi (AFP) - Die kenianische Umweltschützerin Wangari Maathai erhält den Friedensnobelpreis. Das teilte das norwegische Nobelpreiskomitee mit. Die 64-Jährige Akademikerin und Vize-Umweltministerin hatte 1977 das Aufforstungsprojekt "Green Belt Movement" ins Leben gerufen. Seither wurden mehr als 30 Millionen Bäume gepflanzt. Durch das Projekt konnten zehntausende Menschen in Arbeit gebracht werden.
Mit Maathai wird der Friedensnobelpreis zum ersten Mal an eine Afrikanerin verliehen. Im vergangenen Jahr hatte überraschend die iranische Anwältin Schirin Ebadi den mit 1,1 Millionen Euro dotierten Preis gewonnen. Er wird am 10. Dezember verliehen, dem Geburtstag seines Stifters Alfred Nobel.
Freitag 8. Oktober 2004, 12:01 Uhr
Friedensnobelpreis für kenianische Umweltschützerin Maathai
Oslo (AP) Als erste Afrikanerin erhält die kenianische Umweltschützerin Wangari Maathai den Friedensnobelpreis. Die 64-Jährige stehe an vorderster Front im Kampf für eine umweltverträgliche Entwicklung ihres Landes und Kontinents, begründete das Nobel-Komitee in Oslo am Freitag seine Entscheidung. «Sie denkt global und handelt lokal.»
Das Komitee verwies unter anderem auf Maathais Verdienste an der Spitze des Green Belt Movements, das sich die Aufforstung in Afrika zum Anliegen gemacht hat. Die Bewegung pflanzte bislang mehr als 30 Millionen Bäume. Die Kenianerin, mittlerweile stellvertretende Umweltministerin ihres Landes, gilt auch als Vorkämpferin für die Menschenrechte und Demokratie. Maathai habe sich mutig gegen das ehemalige Regime und Unterdrückung in Kenia erhoben, erklärte die Jury. «Wir glauben, dass Maathai eine starke Stimme (...) ist, um Frieden und gute Lebensbedingungen auf diesem Kontinent zu fördern.»
Mit der Anerkennung von Maathais Arbeit vergab das Nobel-Komitee erstmals den renommierten Preis für den Einsatz im Umweltschutz. «Wir haben dem Frieden eine neue Dimension hinzugefügt», sagte der Vorsitzende Ole Danbolt Mjös. Frieden auf der Welt hänge von der Bewahrung der Umwelt ab, hieß es in der Begründung für die Preisvergabe.
«Ich bin absolut überwältigt», erklärte Maathai im norwegischen Fernsehen. «Ich hatte das nicht erwartet.» Der Schutz der Umwelt sei für den Frieden wesentlich, betonte sie. «Denn wenn wir unsere Ressourcen zerstören und sie knapp werden, fangen wir an, um sie zu kämpfen.»
Die Regierung in Nairobi reagierte erfreut. Das Land fühle sich sehr geehrt. «Das ist ein großer Augenblick in der kenianischen Geschichte», erklärte Regierungssprecher Alfred Mutua. «Dies zeigt uns, dass wahrgenommen wird, was Wangari Maathai hier geleistet hat.»
Die 1940 geborene Maathai war die erste Frau Ostafrikas, die den Doktortitel erwarb. Sie promovierte am Mount St. Scholastica College im US-Staat Kansas in Biologie. Maathai und das Green Belt Movement wurden bereits mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet.
Vor Maathai erhielten bereits sechs Afrikaner den Friedensnobelpreis, allesamt Männer. Dazu zählen UN-Generalsekretär Kofi Annan sowie die Südafrikaner Nelson Mandela und Frederik de Klerk.
Das Nobel-Komitee musste in diesem Jahr unter einer Rekordzahl von 194 Nominierungen entscheiden. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an die iranische Menschenrechtsaktivistin Schirin Ebadi. Der mit zehn Millionen schwedischen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotierten Preis wird am 10. Dezember übergeben.
http://www.nobelpeaceprize.org/
Green Belt Movement, die von ihr gegründete Waldschutzbewegung.
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