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Moa starb selber aus

Mittwoch 10. November 2004, 13:29 Uhr

Moa offenbar nicht wegen Mensch ausgestorben

London (AFP) - Das Aussterben des neuseeländischen Riesenvogels Moa ist offenbar nicht nur durch die Jagdtätigkeit der Menschen zu erklären. Der größte Vogel aller Zeiten befand sich nach einer Studie bereits vor dem Eintreffen der Maoris vor 1280 Jahren eindeutig im Niedergang. Als die Maoris mit Kanus von Hawaii aus nach Neuseeland gelangten, trafen sie auf den leicht zu jagenden Moa, dessen größte Art Dinornis bis zu 3,5 Meter messen und 250 Kilogramm schwer werden konnte.

Ein Team um den neuseeländischen Biologen Neil Gemmell untersuchte Erbmaterial der Moa-Art Dinornis und kalkulierte mit Hilfe von Evolutionsgesetzen, dass es zur Zeit der Einwanderung der Maoris nur rund 159.000 Moas gab, während ihre Zahl in den vorhergegangenen Jahrtausenden bei bis zu zwölf Millionen gelegen hatte.

Das Federvieh war nicht flugfähig und wurde für die Maoris damit zur leichten Beute. Seit Jahrzehnten galt die Ausrottung der Moas durch die Maoris als eines der frühesten Beispiele für die rücksichtslose Ausbeutung der natürlichen Ressourcen durch die Menschen.

Nach den neuesten Erkenntnissen gehört diese Sichtweise auf den Prüfstand: Das neuseeländische Biologenteam geht davon aus, dass die Moas möglicherweise auch ohne das Zutun der Menschen ausgestorben wären. Sie vermuten, dass Vulkanausbrüche oder Epidemien im Stil der noch heute grassierenden Vogelgrippe dafür verantwortlich waren.


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