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Aktuell
Krieg um Amazonas-Gold
Der Krieg um Gold im Amazonas-Urwald
Hubert Prolongeau, Paris, 10. Novemer 2004, in Le Nouvel Observateur Hebdo Télévision
"Das Gesetz des Dschungels, Chronik einer rechtsfreien Zone: Französisch-Guyana": Ein bisher unbekannter Film[1], der von dem größten französischen Département (und damit Teil der Europäischen Union), dem im nördlichen Amazonien gelegenen Französisch-Guyana handelt und die dortigen vom Rechtsstaat sich immer weiter entfernenden Verhältnisse anklagt.
Endlich wurde dieses wichtige Dokument diese Woche auf dem Sender Odysée uraufgeführt. Trotz mehrfacher Auszeichnung war der Zugang der Öffentlichkeit auf das Dokument bisher auf Festivals und das Internet beschränkt.[2] Dieser Film dokumentiert den rechtsstaatlichen Untergang des größten französischen Départements Französisch-Guyana, wo eine Miliz aus Goldsuchern die Exekutive übernommen hat.
In dem an Brasilien angrenzenden Regenwaldgebiet leben Goldsucher und brasilianische Gastarbeiter unter konfliktreichen Verhältnissen. Die Goldsucher unter Jean Bena sind gut organisiert und dabei ein Netzwerk des Terrors zu etablieren. Der Regisseur hat erschreckende Augenzeugeberichte von Opfern gesammelt, die die Folterung und Tötung mehrerer ihrer Freunde und Bekannten bezeugen. Ein Rechtsanwalt und ein Mitglied der SAMU (Frz. Rotes Kreuz) bestätigen diese Angaben, denen von der Staatsanwaltschaft und der Forstaufsichtsbehörde nicht nachgegangen wird.
Der Film berichtet außerdem, wie Gold mit Quecksilber gewonnen wird (1kg Quecksilber für 1kg Gold). Dies führt zur Vergiftung der geschützten Flüsse und bedroht die bereits dezimierte ameroindianische Urbevölkerung mit der Minamata-Krankheit.
[1] http://video.uni-lueneburg.de/volker/800/popup.htm
[2] http://loidelajungle.fr.st oder www.naturvoelker.org
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