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Fisch-Sterben in Amazonien

Fischsterben nach Dürre im Amazonasbecken

Die schlimmste Dürre seit 50 Jahren im Amazonasbecken in Brasilien hat ein Massensterben von Fischen in dem See Rey ausgelöst.

sda, 19.10.05

Mindestens hundert Tonnen toter Fische verpesteten die Gewässer in dem grössten zusammenhängenden Regenwaldgebiet der Erde. Das teilen die Behörden mit.

Die Tiere seien infolge des geringen Wasserstandes verendet. Der Fluss Solimoes, an dem auch die Regionalhauptstadt Manaus liegt, führe nur noch sehr wenig Wasser. Bereits vor zwei Wochen waren in dem selben Fluss 60 Kilometer von Manaus entfernt 40 Tonnen toter Fische gefunden worden.

In den betroffenen Regionen herrscht wegen der Dürre schon seit längerem der Notstand. Am Dienstag stellte die Regierung in Brasilia erstmals umgerechnet 14 Millionen Dollar für Lebensmittel bereit, die an 32 000 von der Trockenheit bedrohte Familien verteilt werden soll.

Die Hilfslieferungen müssen per Flugzeug transportiert werden, da viele der Flüsse, die oft die einzigen Transportwege zu abgelegenen Urwalddörfern darstellen, ausgetrocknet sind. Berichte über heftige Regenfälle am Westrand des Amazonasbeckens in Peru machten jedoch Hoffnung auf ein baldiges Ansteigen der Wasserpegel.

Nach Einschätzung des brasilianischen Wetterexperten Carlos Nobre sind die Abrodung des Regenwaldes und die Erwärmung des Atlantiks mögliche Gründe für die Probleme im Amazonas.


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