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Nachhaltige Nutzung von Regenwäldern

Tropenholz: Schutz dank nachhaltiger Nutzung

Credit Suisse Emagazine, 07.11.2005

Die nachhaltige Nutzung tropischer Wäldern lohnt sich. Sie bringt nicht nur ökologische und soziale Vorteile, sondern ist auch rentabler als kurzfristiger Raubbau. Und eine interessante Option für Anleger. Die Schäden am Urwald sind komplex. Raubbau, Rodungen, Rohstoffabbau tragen zur Zerstörung bei. Dies ist verheerend, denn der Tropenwald ist ein Ökosystem von globaler Bedeutung. Um die Umweltfunktion der Tropenwälder zu erhalten, ist sachgemässe Bewirtschaftung Voraussetzung. Sowohl bodennahe Vegetation als auch das Kronendach dürfen nicht zerstört werden; fehlen die schützenden Blätter, dringt der Regen ein und schwemmt die dünne Erdschicht weg.

Unterschiedlichste Bedürfnisse an den Wald

Der Tropenwald unterliegt einem hohem Nutzungsdruck. Er muss unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht werden; so drängen beispielsweise Armut und Arbeitslosigkeit Menschen auf der Suche nach Land für Siedlungsbau oder Landwirtschaft immer tiefer in tropische Wälder. Der intakte Wald wird oft, da er unmittelbar nichts oder nur sehr wenig einbringt, als wertlos betrachtet und abgebrannt. Das dabei anfallende Holz ist lediglich ein Nebenprodukt.

Schutz durch Nutzung

Eine nachhaltige Nutzung ist der beste Schutz für den Wald, ist die in der Forstwirtschaft tätige Firma Precious Woods überzeugt. Eine nachhaltige Nutzung umfasst eine sachgemässe Bewirtschaftung der Wälder mit sozial und ökologisch günstigen Rahmenbedingungen. Durch die Bewirtschaftung der Wälder werden neue Arbeitsplätze geschaffen und damit für die ansässige Bevölkerung neue Perspektiven eröffnet. Nachhaltiger Tropenholzhandel ist also nicht nur zur Erhaltung der Wälder gut, sondern auch ein Beitrag zur Armutsbekämpfung. Für Entwicklungsländer ist Tropenholz ein wichtiges Handelsprodukt und damit eine wichtige Einkommensquelle. Gemäss dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) sind "90 Prozent der 1,2 Mia. Menschen, die weltweit in extremer Armut leben, auf Wälder angewiesen, um einen Teil ihrer Grundbedürfnisse zu decken." Es sei wichtig, so das seco, "dass Tropenländer ihre Produkte auf den Hochpreismärkten der Industrieländer verkaufen können und die Dienstleistungen des Waldes korrekt bewerten können".

Anlegen mit gutem Gewissen

Ein Investment in Holz ist aber nicht nur gut fürs Gewissen, sondern auch fürs Portfolio. Zu diesem Schluss kommt die Hancock Timber Resource Group (HTRG). In einer Studie vergleichen sie die Holzinvestments in den USA von 1960 bis 2002 mit anderen Anlagekategorien. HTRG zeigt für die untersuchten Jahre für Holz eine zweistellig Rendite auf. Damit war ein Investement in Holz rentabler als ein Aktienivestment in den Blue-Chip Index S&P 500; und das bei geringem Risiko.

Ein Investment in Holz ist vor allem etwas für langfristige Anleger. Am Anfang wird in Land und Bepflanzung investiert, was noch keinen Ertrag abwirft. Nach einigen Jahren, wenn die Bäume gewachsen sind, nimmt der Ertrag aber überproportional zu.

Bei fallenden Holzpreise kann der Schlag hinausgezögert werden. Wird ein Baum gefällt und ein neuer angepflanzt, kostet dies deutlich weniger, denn die Kosten für den Boden sind ja einmalig.

Nachhaltige Forstwirtschaft auf die Fahne geschrieben

Ein Unternehmen, dass sich der nachhaltigen Waldnutzung und Holzverarbeitung verschrieben hat, ist Precious Woods. Ihre Wälder finden sich in ausgewählten Gebieten, beispielsweise in Costa Rica oder im brasilianischen Amazonien. In Costa Rica werden verlassene Weiden aufgeforstet. Nebst Teakholz werden vor allem einheimische Baumarten angepflanzt. Das Projekt im brasilianischen Amazonien liegt in einem Gebiet, das durch seine unmittelbare Nähe zu menschlichen Siedlungen durch Brandrodung oder nicht nachhaltige Nutzung gefährdet ist. Die zu schlagenden Bäume werden sorgfältig ausgewählt, und beim Fällen werden nur schonende Techniken und Materialien angewendet.

Precious Woods verarbeitet die Produkte jeweils vor Ort und garantiert damit eine hohe lokale Wertschöpfung. Die Angestellten werden geschult und stammen aus der indigenen Bevölkerung, was einen Austausch von Know-how ermöglicht.

Ein FSC-Zertifikat garantiert Nachhaltigkeit

Precious Woods ist durch den FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziert. Ein FSC-Zertifikat bekommen Unternehmen verliehen, welche die durch den Weltforstrat aufgestellten Kriterien und Prinzipien für eine umweltfreundliche, sozialverträgliche und ökonomisch tragbare Forstwirtschaft erfüllen. Damit die Standards eingehalten werden, überprüfen unabhängige Zertifizierungsfirmen die Forstbetriebe regelmässig. Produkte, die aus einem FSC-Wald stammen, erkennt man am FSC-Label.

Der Börsenkurs hat sich nahezu verdoppelt

Precious Woods ging 2002 an die Börse und hat eben eine substanzielle Kapitalerhöhung erfolgreich vollzogen. Der Aktienkurs hat sich seit Beginn nahezu verdoppelt. Bis jetzt operiert das Unternehmen Cash-Flow-neutral, was bedeutet, dass die Erträge aus Ernte und Verarbeitung die laufenden Kosten sowie einen Teil der Erweiterungsinvestitionen decken. Zurzeit gibt es noch keine Dividende. Die grossen Erträge werden erst in einigen Jahren fallen.


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