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Aktuell
Neue AKTION zu Tropenholz im Bundestag
Monitor findet Raubholz beim Bundestag
Rettet den Regenwald, 16.11.05
Ende August hat Rettet den Regenwald beim Bundestagspräsidium gegen den geplanten Einbau von rund 500 Meranti-Fenstern in einem Bundestagsverwaltungsgebäude protestiert. Unser Argument: das Holz stamme mit hoher Wahrscheinlichkeit aus illegalen Einschlägen im indonesischen Regenwald und nicht aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
Unter anderem der neue Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) teilte daraufhin mit, es lägen Dokumente vor, wonach das verwendete Tropenholz aus nachhaltiger Bewirtschaftung stammt. Wörtlich schrieb Lammert, der Hersteller der Fenster habe „hinsichtlich der Herkunft des verwendeten Holzes aus nachhaltiger Bewirtschaftung eine positive Bestätigung vorgelegt.“
„Monitor“ hat jetzt enthüllt, dass das Holz tatsächlich aus illegalem Einschlag stammt. Das für den Einbau der Fenster zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung hatte „Monitor“ nach langem Bitten ein Zertifikat zu der fraglichen Holzlieferung überlassen, ausgestellt in Medan auf Sumatra. Die Recherchen des TV-Magazins ergaben, dass das Zertifikat eindeutig gefälscht war. Vor laufender Kamera hat das unter anderem der indonesische Forstminister in Jakarta, Malam Sambat Kaban, bestätigt und angekündigt, der Lieferfirma Inawood die Betriebsgenehmigung zu entziehen.
Auch Florian Mausbach, Präsident beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, bedauert inzwischen den Fall aus Berlin und will ihn zum Anlass nehmen, „jetzt zu klären, wie wir in Zukunft ordentliche Ausschreibungen schaffen.“ Mausbach betont, nicht seine Mitarbeiter seien Schuld, sondern es fehle von der Bundesregierung eine klare Vorschrift für den Holzeinbau in öffentlichen Gebäuden.
Allein die EU importiert jährlich illegales Holz aus Asien für 2,6 Milliarden Euro. Strafbar macht sich bisher in Deutschland niemand, wenn er illegal geschlagenes Holz kauft oder verkauft.
Bitte fordern Sie mit Rettet den Regenwald ein vollständiges Verbot von Tropenholz bei öffentlichen Bauten. Schreiben Sie selbst formulierte Briefe an das
Präsidium des Deutschen Bundestages
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Fax: 030/227-36192
email: praesident@bundestag.de
oder nutzen Sie den folgenden Musterbrief.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
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