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Hilfe für Kameruns Wälder

Tropenwaldschutz, Gesundheit, HIV/Aids-Bekämpfung und Dezentralisierung im Mittelpunkt der Entwicklungszusammenarbeit mit Kamerun

BMZ Pressemitteilung, 22.11.06

Die Verbesserung der Gesundheitsversorgung, der Schutz und die nachhaltige Nutzung des Tropenwaldes sowie die Dezentralisierungspolitik standen im Mittelpunkt der Regierungsverhandlungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Kamerun, die Ende vergangener Woche in Bonn zu Ende gegangen sind. Für diese Schwerpunkte wurden für die Jahre 2006 und 2007 insgesamt Mittel in Höhe von 29 Millionen Euro zugesagt. Darin enthalten ist auf ausdrücklichen Wunsch der kamerunischen Seite ein Beratungsvorhaben zur Umsetzung der Paris-Erklärung zur Verbesserung der Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit.

Die Bundesregierung leistet damit einen aktiven Beitrag zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele in Kamerun. In Übereinstimmung mit der Erklärung von Paris zur Verbesserung der Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit wurde eine direkte finanzielle Unterstützung in den Sektoren Forst und Gesundheit zugesagt. Diese Zusagen sind an klare Bedingungen hinsichtlich weiterer Politikfortschritte, einer transparenten Haushaltsführung und der verstärkten Bekämpfung der Korruption geknüpft.

Kamerun hat in den vergangenen Jahren deutliche Anstrengungen unternommen, um einen Weg aus der wirtschaftlichen und sozialen Krise zu finden, in der sich das Land seit Mitte der 1980er Jahre befunden hatte. Umfassende Reformen haben dazu geführt, dass die kamerunische Wirtschaft heute ein deutliches Wachstum aufweist und wichtige Geber wieder Vertrauen in die Bereitschaft der Regierung gefasst haben, die Entwicklung des Landes voranzutreiben und die Armut zu bekämpfen.

Aufgrund der positiven Entwicklungen hat im April dieses Jahres die internationale Staatengemeinschaft die weitgehende Entschuldung Kameruns im Rahmen des HIPC-Prozesses beschlossen. Die aus der Entschuldung frei werdenden Haushaltsmittel in Höhe von ca. 200 Millionen Euro pro Jahr bis 2015 sollen ausschließlich zur Armutsbekämpfung verwendet werden. Ein im HIPC-Prozess vorbildliches Gremium aus kamerunischen Vertretern der Regierung und Zivilgesellschaft sowie der bi- und multilateralen Geber entscheidet über die konkrete Verwendung dieser Mittel.




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