AktuellMittwochs-Update Buschbrände
Mittwoch 13. Dezember 2006, 08:30 Uhr Feuerwehr kämpft verzweifelt gegen Buschbrände in Australien(AFP) - In Australien kämpfen tausende Feuerwehrleute verzweifelt gegen die unvermindert wütenden Buschbrände. Nach Behördenangaben zerstörten die Flammen allein im Bundesstaat Victoria seit der vergangenen Woche mehr als 4000 Quadratkilometer Fläche. Über der Großstadt Melbourne hing dicker brauner Rauch von den umgebenden Bränden; die Umweltbehörde sprach wegen der schlechten Luft eine Warnung aus. Australien erlebt derzeit eine der schlimmsten Dürreperioden seit langem, die Buschwälder sind außergewöhnlich trocken.Dramatisch war die Situation auch auf der Insel Tasmanien, wo bereits mehr als 11.000 Hektar Land zerstört wurden. Mit Rodungen versuchte die Feuerwehr, zwei kleine Ortschaften vor den vorrückenden Flammen zu schützen. Am Dienstag waren in dem Ort Scamander 18 Häuser zerstört worden. Dienstag 12. Dezember 2006, 07:55 Uhr Buschfeuer erreichen Stadt auf australischer Insel Tasmanien(AFP) - Auf der australischen Insel Tasmanien haben Buschfeuer mindestens 14 Häuser der Küstenstadt Scamander zerstört. Es sei nicht auszuschließen, dass etliche Häuser mehr den Flammen zum Opfer gefallen seien, teilte ein Feuerwehrsprecher am Dienstag mit. Die Einsatzkräfte seien gegen den Großbrand vollkommen machtlos, der von starken Winden immer weiter angefacht werde. "Das ging los wie eine Bombe, so etwas kamm man nicht löschen", sagte Feuerwehrsprecher Danny Reid. Mindestens 10.000 Hektar Land seien bereits zerstört worden. Eine Bewohnerin von Scamander berichtete von Explosionen in Häusern und umfallenden Bäumen. "Das sei Furcht erregend," sagte Sue Brown. Ihre Familie sei in Panik geflohen.Historische Wälder vernichtetBuschfeuerfronten in Australien sind bis zu 250 Kilometer langFläche größer als Vorarlberg Reuters, DER STANDARD Printausgabe, 13.12.2006 Canberra - In Australien haben Buschfeuer zahlreiche Häuser zerstört und eine Fläche größer als jene Vorarlbergs verbrannt. Eine der größten Feuerfronten erstreckte sich im Bundesstaat Victoria auf 250 Kilometer Länge. 2000 Feuerwehrleute und Soldaten sowie Einsatzkräfte in 45 Flugzeugen und Hubschraubern kämpften am Dienstag gegen die Flammen. An vielen Stellen hatten sie indes das Nachsehen gegen auffrischende Winde, die neue Feuerfronten eröffneten. Im Bundesstaat New South Wales wurde ein historischer, geschützter Wald zerstört, in Tasmanien brannten knapp zwei Dutzend Häuser nieder. "Man konnte hören, wie die Häuser explodiert sind und die Bäume fielen", sagte eine Augenzeugin. Die Behörden rechneten damit, dass die Brandgefahr in den kommenden Tagen noch zunehmen wird. Die Temperaturen sollten weiter steigen. Tierschützer unterwegs Am Montag hatten Tierschützer ein kurzes Nachlassen der Brände genutzt, um nach Wildtieren Ausschau zu halten, die dem Feuer entkommen waren, aber ihren Lebensraum verloren haben. "Besonders gefährdet sind das Opossum und der Koala, sie reagieren am langsamsten auf Feuer", sagte der Präsident der Wildschutzgruppe Wildlife Victoria, Jon Rowdon. Viele Tiere würden verhungern, ehe der Wald sich regeneriert habe. Australien wird im Sommer regelmäßig von Buschfeuern heimgesucht. Im Januar 2005 starben im Bundesstaat South Australia bei den schlimmsten Bränden seit 22 Jahren neun Menschen. » zurück |
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