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Donnerstagsupdate Buschbrände

US-Hilfe gegen Brände in Australien

Da die Brände in den Ländern zu unterschiedlichen Zeiten auftreten, gibt es einen traditionellen Austausch von Löschflugzeugen

dpa, DER STANDARD, 14.12.2006

Sydney - Die australische Regierung will 100 Brandbekämpfer aus den USA zu Hilfe rufen, wenn die eigenen Leute gegen die verheerenden Buschfeuer im Bundesstaat Victoria erfolglos bleiben. 3000 Feuerwehrleute, unterstützt von 48 Löschflugzeugen sind dort im Einsatz. Doch etwa 400.000 Hektar Buschland sind bereits vernichtet.

"Wenn sich die Lage weiter verschlechtert, besteht die Möglichkeit, dass uns amerikanische Feuerwehrkräfte unterstützen, so wie wir es früher im Jahr schon getan haben", sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch. Da die Waldbrände in den USA und Australien zu unterschiedlichen Zeiten auftreten, gibt es einen traditionellen Austausch von Löschflugzeugen und auch von Einsatzkräften.

Die Feuer in Victoria haben eine Front von 250 Kilometern und könnten sich weiter ausbreiten, weil die Temperaturen des Sommers in der südlichen Hemisphäre steigen und der Wind stärker geworden ist. Die Flammen sind derzeit nur noch etwa zehn Kilometer von einem Wasserreservoir entfernt, aus dem Melbourne, Australiens zweitgrößte Stadt, etwa 60 Prozent der Wasserversorgung bezieht.


Donnerstag 14. Dezember 2006, 11:13 Uhr

Buschfeuer in Australien erreichen Ortschaften

Sydney (dpa) - Die verheerenden Buschfeuer im Südosten Australiens haben am Donnerstag die ersten Ortschaften erreicht. Starke Winde und höhere Temperaturen hätten die Lage dramatisch verschärft, berichtete die Feuerwehr und warnte vor schweren Schäden.

Einige Häuser wurden bereits zerstört. Zur Bekämpfung der Brände in Victoria, Neu Süd Wales und auf der Insel Tasmanien riefen die Brandbekämpfer die Armee zu Hilfe. Auf Tasmanien musste bereits eine Feriensiedlung evakuiert werden. Die Ortschaft Four Mile Creek war komplett von Flammen eingeschlossen.

Australien befindet sich mitten in seiner schlimmsten Dürreperiode. Die Feuer auf einer Front von mehreren hundert Kilometern haben bereits 410 000 Hektar Buschland vernichtet. Das entspricht etwa der doppelten Größe des Saarlandes.


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