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Che-Waldstraße
Mittwoch, 3. Oktober, 19:42 Uhr
Bolivien richtet Touristenstraße «Ruta del Che» ein
La Paz (dpa) - Touristen aus aller Welt können künftig in den Wäldern im Südosten Boliviens auf revolutionären Pfaden wandeln. Wo vor vierzig Jahren der aus Argentinien stammende Revolutionär Ernesto «Che» Guevara seine letzten Schlachten gegen den Imperialismus schlug und starb, wurde jetzt der Wanderpfad «Ruta del Che» eingerichtet.
Er soll den Besuchern ermöglichen, die Orte zu besuchen, an denen Guevara zwischen März und Oktober 1967 gegen die bolivianische Armee kämpfte.
«Die Orte der Auseinandersetzungen kann man heute nicht nur besuchen, um dem Guerilla-Geschehen nahe zu sein, sondern auch, um die Geschichte, die Natur und die Kultur der Ureinwohner des Gebietes kennenzulernen», sagte Teófilo Baldiviezo Luna, einer der Betreiber des Projektes. Bereits jetzt besuchten rund 40 Touristen aus aller Welt jeden Tag den Ort La Higuera, wo Guevara am 9. Oktober vor 40 Jahren erschossen wurde. Vor allem Europäer hätten großes Interesse, sagte Baldiviezo.
Anlässlich des 40. Todestages sind in den kommenden Tagen vor allem in Vallegrande, wo die sterblichen Überreste des weltberühmten Revolutionärs lange Jahre vergraben waren, viele Veranstaltungen geplant. Zahlreiche Bewegungen, vor allem aus Lateinamerika, werden sich zu einem Solidaritätskongress versammeln, um Guevaras zu gedenken und um Solidarität mit dem kommunistischen Kuba zu üben.
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