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Lula ruft Deutschland zu mehr Kooperation bei Biokraftstoffen aufFinancial Times Deutschland, 20.11.07Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva hat Deutschland zu mehr Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern im Bereich der Biokraftstoffe aufgerufen. "Wir können zusammen das 21. Jahrhundert zum Jahrhundert der Veränderung der Energiematrix der ganzen Welt machen", sagte Lula am Montag im südbrasilianischen n Blumenau bei der Eröffnung der 25. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage. Die nötige Technologie hätten beide Länder. Ungeachtet der jüngsten Entdeckung riesiger Erdölvorkommen werde Brasilien seine Politik zur Erneuerung der Energiequellen nicht aufgeben, versicherte Lula vor Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und rund 1500 Unternehmern aus beiden Ländern. "Ethanol und Biodiesel sind unsere Priorität, ebenso wie Energieproduktion mit Hilfe von Biomasse und Sonne", versicherte Lula. Er bestritt Vorwürfe, wonach die Ausweitung der Biokraftstoff- Erzeugung Lebensmittel verteuere und den Amazonas-Regenwald gefährde. "Es gibt eine Diskussion, die nicht fair ist und sich in der Welt immer mehr verbreitet. Aber ich will den deutschen Unternehmern sagen, dass niemand sich mehr Sorgen um die Umwelt macht als wir Brasilianer", betonte der Ex-Gewerkschaftsführer. Die diesjährigen Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage finden unter dem Motto "Innovation und Technologiekooperation: Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit" bis Dienstag in der von deutschen Einwanderern gegründeten Stadt Blumenau im Bundesstaat Santa Catarina statt. Der bilaterale Handel blüht derweil: nach amtlichen brasilianischen Schätzungen wird Brasilien in diesem Jahr seine Exporte nach Deutschland im Vergleich zu 2006 um 24 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar (knapp vier Mrd Euro) erhöhen. Die deutschen Ausfuhren in das südamerikanische Land würden um 29 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar zulegen. Brasilien ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands in Lateinamerika. Nach der Eröffnung der Wirtschaftstage reiste Glos nach Santiago de Chile weiter, wo er am Dienstag am Wirtschaftsforum "Deutschland - Chile: Herausforderungen der Zukunft" teilnehmen wird. In Argentinien, der letzten Etappe der Südamerikareise, wird Glos am Mittwoch das Volkswagen-Werk in Córdoba besuchen und in Buenos Aires die zukünftige Staatspräsidentin Cristina Kirchner treffen. » zurück |
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