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Aufforstung in Neuseeland

Neuseeland: Die Nummer eins in Sachen Umweltschutz

Neuseeland will grünstes Land der Welt werden.

Die Presse, 28.11.07

Wellington/Berlin (red). Premierministerin Helen Clark hat großes vor mit ihrem Land: Sie will Neuseeland zum internationalen Vorbild für den Klimaschutz machen.

Aufgerüttelt durch die instabilen Wetterverhältnisse der vergangenen Jahre, setzt sich die Regierung der 57-Jährigen ehrgeizige Maßnahmen zum Ziel. Eingedämmt müssten vor allem die CO2-Emissionen werden, erklärte die Regierungschefin in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“. Aufgrund des kräftigen Wirtschaftswachstums und der Rodung von Wäldern stiegen die Werte zwischen 1990 und 2005 um ein Viertel. Da die Hälfte allein aus der Landwirtschaft stammt, wurde die Forschung beauftragt, umweltfreundliche Anbaumethoden zu entwickeln. Wie dem Problem der hohen Methangas-Ausstoßung durch Schafe – eines wichtigen Wirtschaftszweigs Neuseelands – beizukommen sei, blieb allerdings unklar.

250.000 Hektar neuer Wald

Weitere Ziele: Derzeit stammen 64% des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen, dieser Wert soll auf 100% gesteigert werden. Bis 2020 werden insgesamt 250.000 Hektar Wald gepflanzt. Außerdem will Clark auf Elektroautos setzen und Biokraftstoffe verpflichtend einführen. Freuen dürfte sich die Städter: Das öffentliche Verkehrsnetz wird massiv ausgebaut.


28. November, 2007

Neuseeland will klimafreundlichstes Land werden

(APA) - Neuseelands Premierministerin Helen Clark will ihr Land zum ersten klimaneutralen Land der Welt machen. Neuseeland wolle zum Vorreiter beim Klimaschutz werden, sagte Clark der „Berliner Zeitung“. So wolle sie den Anteil an erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis 2025 auf annähernd 100 Prozent steigern. Dies betreffe vor allem die Wasserkraft, aber auch die Erdwärme.

Die Verkehrsemissionen sollen laut Clark bis 2040 um die Hälfte sinken. „Wir setzen auf Elektroautos und wollen Biokraftstoffe zur Pflicht machen“, sagte die Politikerin. Außerdem werde der Personennahverkehr massiv ausgebaut.

Als erstes Land der Welt will Neuseeland Clark zufolge außerdem den Emissionshandel für alle Wirtschaftsbereiche einführen. Beginnen wolle sie 2008 mit der Forstwirtschaft, sagte Clark. „Wir werden das System Schritt für Schritt auf den Transportbereich, die Industrie, die Abfallwirtschaft und die Landwirtschaft ausdehnen“, kündigte sie an. Zudem wolle Neuseeland bis 2020 insgesamt 250 000 Hektar neuen Wald pflanzen. Die umweltfreundliche Landwirtschaft solle ausgeweitet werden. Clark bezeichnete es als „immens wichtiges Signal“, dass nun auch Australien das Kyoto-Protokoll ratifizieren wolle. „Ich freue mich über diesen Kurswechsel.“ Australien sei neben den USA bisher der größte Bremser beim weltweiten Klimaschutz gewesen.

Von der anstehenden Weltklimakonferenz im Dezember auf Bali erwartet Clark „ein starkes Signal, dass die Weltgemeinschaft das Problem ernst nimmt und gewillt ist, jetzt zu handeln“. Die Industriestaaten müssten dabei Vorreiter sein. „Neuseeland will mit seinem ehrgeizigen Klimaprogramm seinen Teil dazu beitragen“, so Clark.










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