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Aktuell
Regenwälder Afrikas
Den Regenwald schützen
Von Susanne Eller, Kirchenzeitung Österreich, 5.12.07
Bischof Fridolin Ambongo Besungu ist besorgt über die drohende Zerstörung des Regenwaldes in seiner Heimat
Die Tropenregion in der Demokratischen Republik Kongo ist nach dem Amazonas-Urwald der zweitgrößte Regenwald der Erde. Dieses intakte Ökosystem beherbergt zahlreiche Pflanzen- und Tierarten und ist Lebensgrundlage für indigene Völker. Nun droht die Gefahr der Zerstörung.
Große Aufregung herrscht unter den Einheimischen der kongolesischen Diözese Bokungu/Ikela. Hier ist unlängst eine beträchtliche Fläche von 5000 km2 Regenwaldes an Holzfirmen verkauft worden – ohne die dort beheimateten traditionellen Stammesältesten in die Verhandlungen um die Nutzungsrechte der Waldressourcen mit einzubeziehen, wie es rechtlich vorgesehen ist. Ein schwerer Schlag für die Ureinwohner, die Pygmäen, die von und mit dem Wald leben. „Wenn die Bäume gerodet werden, sind nicht nur die Nahrung und Medizinpflanzen für die Pygmäen weg, sondern auch ihre heiligen Stätten“, sagt Josef Neumüller, Agrarexperte für tropische Landwirtschaft. Gemeinsam hat er mit Anton Ehammer (Leiter der DKWE Salzburg) und dem Bischof der Diözese Bokungu/Ikela, Fridolin Ambongo Besungu, über die jüngsten Vorfälle im Kongo bei einer Pressekonferenz in Salzburg berichtet.
Balance herstellen.
Einer der von Holzkonzernen begehrten Arten im Kongo ist der Afromosiabaum, der z. B. für Parkettböden verwendet wird. Der Baum sei nur dünn angesiedelt und so müsse eine riesige Fläche abgeholzt werden, sagt Neumüller. „Es ist ein Irrglaube zu behaupten, der Regenwald wächst schnell. Dieses jetzt bestehende Waldsystem ist in einem Zeitraum von 400 bis 600 Jahren entstanden. Es ist ein Universum für sich, eine Weltressource, die auch für den weltweiten Klimaschutz wichtig ist. Eine Rodung hätte fatale Folgen für Menschen, Tiere und Pflanzen“, betont der Agrarexperte. Für Bischof Ambongo Besungu, der gerade in der Partnerdiözese Salzburg weilt, ist der Verkauf der großen Waldfläche in seiner Diözese eine ernste Sache: „Es ist dringend nötig, einen Weg zu finden, um die Balance herzustellen zwischen Entwicklung und der Bewahrung der Schöpfung.“ Er werde sich umgehend dafür einsetzen, dass die Verträge geprüft und neu verhandelt werden, da sie in vielen Punkten gegen das Waldnutzungsrecht verstoßen.
Hintergrund.
Seit den Wahlen im Kongo im vergangenen Jahr hat sich die wirtschaftliche Situation im Land kaum gebessert. Die Regierung ist schwach und abhängig von Finanzmitteln von außen – „eine gute Gelegenheit für Kapitalisten und Wirtschaftstreibende, ungehindert an die Ressourcen des Landes zu kommen und sich an ihnen zu bereichern“, so der Bischof. Während der Bürgerkriege (1996–1997, 1998–2002), die großteils um die natürlichen Bodenschätze wie Gold, Diamanten und Coltan im Land geführt wurden, und der Übergangsperioden im Kongo sind Verträge für Holzschlaglizenzen geschlossen worden, von denen nur die internationalen Holzkonzerne profitieren, nicht aber die einheimische Bevölkerung. Seit 2002 setzte die Weltbank ein Moratorium in Kraft, dass Bewilligungen zur Vergabe von Forstrechten stoppt. Trotzdem wurden aber weiterhin Konzessionen vergeben. Nun ist eine Kommission dabei, Verträge auf Verstöße gegen das Forstrecht zu prüfen. Ambongo Besungu weiß, wie sehr die Leute in seiner Heimat auf die Veröffentlichung des Berichts warten. „Sie wollen, dass dunkle Machenschaften aufgedeckt, Mängel und Ungleichgewichte korrigiert werden und der Wald nicht durch unrechtmäßig vergebene Nutzungsrechte ausgebeutet wird.“ Die indigene Bevölkerung, verschiedene soziale Organisationen und die katholische Kirche in der Diözese Bokungu/Ikela sind dabei, sich zu vernetzen. Sollten ihre Anliegen nicht Gehör finden, werden sie Widerstand leisten.
Stichwort: Aufbau im Kongo
Seit März 2005 ist Fridolin Ambongo Besungu Bischof der Diözese Bokungu/Ikela (14 Pfarren) im Herzen der DR Kongo. Seit den Wahlen (2006) gibt es eine freie politische Struktur mit einer zentralen Haupt- und zehn Provinzregierungen. Der Aufbau im Land entwickelt sich langsam. Es ist vor allem die Kirche, die sich um Infrastruktur, Bildung und Gesundheit kümmert. Der Bischof hat für diese Bereiche ein Gesamtentwicklungsprogramm entworfen, das 2008 umgesetzt werden soll. Unterstützt wird er u. a. von der Aktion SEI SO FREI und der Diözesankommission für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit (DKWE).
GTZ soll Schutz der Tropenwälder im Kongobecken voranbringen
epo.de, 28.11.2007
Eschborn. - Deutschland hat jetzt für zwei Jahre die Koordination der Kongobecken-Waldpartnerschaft übernommen, die einen besseren Schutz der Tropenwälder im Kongobecken anstrebt. Dieser Lebensraum von Millionen Menschen hat zentrale Bedeutung, sowohl für das Weltklima, als auch die Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten: Hier leben die letzten größeren Gruppen von Gorillas, Bonobos und Schimpansen, drei der vier vom Aussterben bedrohten Menschenaffenarten. Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) soll bei der Umsetzung des Projekts helfen.
Die GTZ unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in den kommenden zwei Jahren bei der Umsetzung der internationalen Abkommen zum Waldschutz und bei der Erschließung neuer Finanzquellen für Naturschutz und nachhaltige Waldwirtschaft. Die Urwälder Zentralafrikas sind mit 180 Millionen Hektar fünfmal so groß wie die Bundesrepublik. Die Bundesregierung stelle für die Region insgesamt 53 Millionen Euro zur Verfügung, teilte die GTZ mit.
Der weltweite Wirtschaftsboom und der steigende Bedarf an Tropenholz hat auch die Kongoregion erreicht. "Nach Berechnungen der FAO wird jährlich Holz im Wert von rund einer Milliarde US Dollar exportiert", berichtete Herbert Christ, bei der GTZ für die Kongopartnerschaft zuständig. "Doch die aus dem Holzexport erwirtschafteten Devisen kommen in aller Regel wegen der weit verbreiteten Korruption nicht der Bekämpfung der Armut und der nachhaltigen Entwicklung der Volkswirtschaften zugute." Auch für die Finanzierung der jahrelangen Unruhen und Bürgerkriege in der Region seien in großen Mengen illegal geschlagenes Edelholz, Elfenbein und Mineralien aus geschützten Wäldern verwendet worden. Außerdem hätten sich Soldaten und Rebellen aus dem Wald mit Holzkohle und Wildfleisch versorgt.
Die GTZ setzt deswegen auf mehreren Ebenen an, um die nachhaltige Waldbewirtschaftung voranzubringen: Neben den staatlichen Behörden sollen auch die lokale Bevölkerung, die Kommunen und die Privatwirtschaft stärker am Schutz der Wälder beteiligt werden.
"Das Engagement im Kongobecken ist Teil des globalen Klimaschutzes", so Christ. Die Kongobecken-Waldpartnerschaft wurde 2002 auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg gegründet. Zu den derzeit 36 Partnern gehören neben den Staaten des Kongobeckens die großen Industrienationen, die Weltbank und internationale Umweltorganisationen. Christ: "Wir wollen, dass der natürliche Reichtum des Kongobeckens die Volkswirtschaften der Region stärkt und der Bevölkerung zugute kommt. Deshalb unterstützen wir nachhaltiges, sozial und ökologisch ausgewogenes Wirtschaften."
Klimawandel: Folgen für Afrika sollen endlich auf die Tagesordnung
epo.de, 2.12.2007
Berlin. - Die besonders schwerwiegenden Folgen des Klimawandels für Afrika müssen endlich auf die Tagesordnung der internationalen Klimaverhandlungen und der afrikanischen Regierungen. So lautet die Kernforderung des Aufrufs "Afrikas Stimme gegen den Klimawandel", der jetzt in Berlin vorgestellt wurde. Die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai ist Schirmherrin des Aufrufs, den schon jetzt zahlreiche afrikanische Umwelt- und Entwicklungsorganisationen unterstützen. Er wird in Bali während der Klimaverhandlungen der Weltöffentlichkeit vorgestellt.
Neben der Arktis und den Mündungsdeltas der großen Flüsse wird vor allem Afrika am härtesten vom Klimawandel betroffen sein, so der jüngste UN-Klimabericht. Und dies, obwohl seine Menschen bislang kaum zum Klimaproblem beigetragen haben. "Wir fordern die Industrieländer auf, ein Beispiel zu geben und ihre Emissionen radikal zu reduzieren und somit Afrika bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen", sagte Neguso Aklilu, Direktor des äthiopischen Forum for Environment und einer der Erstunterzeichner des Aufrufs in Berlin. "Aber auch die Schwellenländer müssen einen klimafreundlichen Entwicklungspfad einschlagen, um Afrika vor den gravierendsten Klimaschäden zu bewahren".
Mit dem Klimaaufruf will die afrikanische Zivilgesellschaft auch Druck auf die eigenen Regierungen machen: Sie sollen ihre Wälder schützen und wieder aufforsten, und einen gemeinsamen afrikanischen Botschafter für den Klimaschutz ernennen, der die vitalen Interessen Afrikas in der globalen Klima- und Energiepolitik bündelt und wirkungsvoll vertritt.
Afrika benötigt nach Ansicht der Autoren des Aufrufs dringend finanzielle Unterstützung, um sich wirkungsvoll gegen den Klimawandel zu schützen. Konkrete Anpassungsmaßnahmen würden für die Menschen in Afrika immer wichtiger. "Es gehört zur Verantwortung des Nordens, der das Klimaproblem verursacht hat, nicht nur seine Emissionen endlich drastisch zu reduzieren, sondern auch, die ärmsten Länder bei der Anpassung an den Klimawandel finanziell zu unterstützen", unterstrich Barbara Unmüßig, Vorstand der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung. Die Heinrich Böll Stiftung unterstützt den Klimaaufruf logistisch und politisch.
Der Dokumentarfilm "Hotspots: Afrikas Stimme gegen den Klimawandel" begleitet den Aufruf und zeigt exemplarisch die Folgen des Klimawandels auf dem Kontinent - und wie afrikanische Umweltschützer gegen sie angehen.
www.africanclimateappeal.org
www.klima-der-gerechtigkeit.de
www.boell.de
G8-Wirtschaftstag in Frankfurt zum Thema Investitionen in Afrika
epo.de, 5.12.2007
Berlin. - Rund 150 hochrangige Teilnehmer aus Afrika und den G8-Staaten treffen sich am 11. Dezember 2007 in Frankfurt am Main zum "Africa Investment Day". Immer mehr deutsche und europäische Investoren ziehen ein finanzielles Engagement in den Staaten Afrikas in Betracht. Der Wirtschaftstag im Rahmen der deutschen G8-Präsidentschaft solle Informationen über Voraussetzungen und Rahmenbedingungen liefern, teilte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit.
Zwei der aktuell wichtigsten Wirtschaftsbranchen stehen im Mittelpunkt des "Africa Investment Day": Finanzen und Energie. Spitzenvertreter der deutschen, europäischen und afrikanischen Industrie thematisieren unter anderem, worin die Herausforderungen des Markteintritts etablierter Finanzinstitutionen in Afrika bestehen und wie angemessene Produkte für die afrikanischen Märkte entwickelt werden können. Ferner steht die Erörterung der Frage im Zentrum, wie die nachhaltige Entwicklung des Energiemarktes zum volkswirtschaftlichen Wachstum beitragen kann und was die Perspektiven und Herausforderungen für die Entwicklung von erneuerbaren Energien sind.
Der Africa Investment Day ist Teil der deutschen G8-Präsidentschaft und wird veranstaltet vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Mit Konzeption und Organisation sind die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) beauftragt. Veranstaltungsort ist die Industrie- und Handelskammer Frankfurt.
EU-Afrika-Gipfel: Malteser fordern mehr Einsatz für humanitäres Völkerrecht im Kongo
epo.de, 5.12.2007
Köln. - Vor dem EU-Afrika-Gipfel in Lissabon am 8./9. Dezember haben die Malteser an die Teilnehmerstaaten appelliert, sich nachhaltig für ein umfassenderes Engagement der internationalen Gemeinschaft für die Achtung des humanitären Völkerrechtes in der Demokratischen Republik (DR) Kongo einzusetzen. "In den entlegenen Regionen des Kongo werden täglich hunderte Mädchen und Frauen brutal vergewaltigt", sagte Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes. "Zu einer Verurteilung der Täter kommt es fast nie."
Die Weltgemeinschaft müsse sich endlich dafür stark machen, dass das humanitäre Völkerrecht auch in der DR Kongo bis in die entlegenen Regionen umgesetzt und beachtet wird, forderte Heeremann. Die anhaltenden barbarischen Vergewaltigungen seien Anzeichen dafür, dass die Gesellschaft in dem ostafrikanischen Land immer weiter verrohe. "Viele Frauen werden durch die Vergewaltigung schwanger. Mit diesen Kindern, die durch Gewaltanwendung entstehen, wächst eine ganze Generation heran, die nichts außer Brutalität und Gewalt kennen lernen wird, wenn nicht umgehend etwas dagegen getan wird", sagte Heereman. "Es nützt nichts, wenn die Rechte auf Schutz vor diesen Übergriffen nur auf dem Papier stehen. Die dort lebenden Menschen müssen sie auch einklagen können."
Die Malteser sind seit 1996 in der DR Kongo tätig und unterstützen dort mehr als 300 Gesundheits- und Ernährungszentren. Seit 2003 betreuen sie in einem speziellen Programm Mädchen und Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind. Gemeinsam mit lokalen Organisationen bieten sie ihnen medizinische Hilfe an und betreuen sie in persönlichen Gesprächen und Selbsthilfegruppen. Sie führen auch Gespräche mit den Ehemännern und Familien der Frauen, um zu verhindern, dass sie aus ihrer Gemeinschaft verstoßen werden.
Allein im Jahr 2007 haben die Malteser nach eigenen Angaben bisher rund 8.000 Frauen und Mädchen medizinisch behandelt und psycho-sozial betreut. Seit Beginn des Programmes im Jahr 2003 fanden mehr als 35.000 Patientinnen Hilfe bei den Maltesern.
Kongo: Caritas weitet Flüchtlingshilfe aus
epo.de, 30.11.2007
Freiburg. - Aufgrund der Verschärfung der humanitären Lage im Ostkongo hat die Caritas Kongo ihre Hilfe für die Opfer der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Abtrünnigen ausgeweitet. Derzeit werden rund 170.000 Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Die Caritas Kongo ist eine von drei Hilfsorganisationen in der umkämpften Region Kivu, die auch in den besonders schwer erreichbaren Bergregionen Nothilfe leistet.
Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, hat die Nothilfe im Ostkongo in den vergangenen vier Monaten mit 650.000 Euro unterstützt.
Für die Opfer der Kämpfe verschlechtert sich die Lage von Tag zu Tag. "Die Menschen sind nach den nicht enden wollenden Kämpfen ständig in Panik", berichtete Nothilfe-Experte Bruno Miteyo. Die Herausforderung für die Caritas-Helfer bestehe darin, die wenigen Feuerpausen zu nutzen, um den Vertriebenen Beistand zu leisten. Es bestehe kein durchgängig freier Zugang zu den Flüchtlingen für die Helfer. So war es trotz der großen humanitären Not den Caritas-Helfern lange unmöglich, in Goma liegende Hilfsgüter zu den Flüchtlingen in Rutshuru zu bringen.
Aufgrund der Konflikte musste zuvor bereits eines von drei Caritas-Zentren für ehemalige Kindersoldaten mit Hilfe der Vereinten Nationen evakuiert werden. Dort waren 22 Jungen zwischen die Fronten geraten. Schätzungen zufolge sollen mittlerweile 400.000 Menschen im Ostkongo auf der Flucht vor den Kämpfen zwischen den Milizen des abtrünnigen Generals Laurent Nkunda auf der einen und der kongolesischen Armee auf der anderen Seite sein. Diese Kämpfe arteten in den vergangenen vier Monaten zum offenen Krieg aus.
www.caritas-international.de
UNICEF: Noch immer 1000 Kindersoldaten im Kongo
epo.de, 4.12.2007
New York. - In der Demokratischen Republik Kongo sind noch immer rund eintausend Kinder als Soldaten in Kämpfe verwickelt. Das hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) angesichts der neu aufgeflammten Gewalt in der ostkongolesischen Provinz Nord-Kivu berichtet. UNICEF hatte erst kürzlich mehr als 200 Kinder aus der Gewalt von Rebellengruppen befreit.
Nach Angaben eines UN-Sprechers sind aufgrund der jüngsten Kämpfe zwischen der kongolesischen Armee und Truppen des Rebellen-Generals Laurent Nkunda in Nord-Kivu zwischen 30.000 und 40.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben worden. Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen seien dabei, rund 10.000 Vertriebene aus der Stadt Rutshuru in sicherere Landesteile zu bringen.
Die UN-Blauhelme beteiligten sich nicht an offensiven Aktionen, sagte der Sprecher der UN-Mission im Kongo (MONUC), Kemal Saiki. Ihr Mandat erlaube den UN-Friedenstruppen aber den Schutz von Zivilisten. MONUC habe rund 4.000 Blauhelme in die Region transportiert.
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