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Aktuell
Peru: Indigene in der Falle
Peru: "In der Falle"
Dringender Aufruf für unkontaktierte Indigene
Survival International Pressemitteilung, 19 Dezember 2007
Heute wird ein dringender Aufruf an Lateinamerikas oberste Instanz für
die Menschenrechte gerichtet, in dem die Notwendigkeit, einer
unkontaktierten Gruppe Indigener zu helfen, die in einem schwindenden
Fleckchen Regenwald „in der Falle sitzt,“ zum Ausdruck kommt.
Die Cacataibo sind die letzte noch unkontaktierte indigene Gruppe im
zentralen peruanischen Regenwald. Sie sind von Siedlern und Holzfällern
umgeben, die sich von allen Seiten annähern. Eine kanadische Ölfirma,
Petrolifera, ist dabei in ihr letztes Rückzugsgebiet einzudringen.
Die Notlage der noch unkontaktierten Cacataibo wird durch die
Landstrasse, die sie in zwei Gruppen aufgesplittert hat, noch verstärkt.
Die Strasse verbindet die abgelegenen Amazonasgebiete mit der
peruanischen Hauptstadt Lima. Man kann davon ausgehen, dass sich die
beiden Gruppen seit dem Bau der Strasse in den 1940er Jahren nicht mehr
treffen konnten.
Die Gefahr für die Cacataibo ist so ernst, dass heute ein dringender
Aufruf an die Inter-Amerikanische Kommission für Menschenrechte
gerichtet wird. Die Kommission wird dazu gedrängt, die peruanische
Regierung aufzufordern, Ölförderung auf dem Land der Cacataibo zu
untersagen.
Der Aufruf an die Kommission wird von der lokalen Indigenenorganisation
FENACOCA, der peruanischen NRO Instituto del Bien Común und dem in den
USA ansässigen Zentrum für internationales Umweltrecht eingereicht.
Der Direktor von Survival, Stephen Corry, sagte heute: „Die verzweifelte
Situation, in der sich die noch unkontaktierten
Cacataibo jetzt befinden ist auf tragische Weise sinnbildlich für die
Notlage aller unkontaktierten indigenen Gruppen in Peru. Buchstäblich
von allen Seiten fallen Menschen in ihr Land ein und somit wird Kontakt
quasi unvermeidbar gemacht. Die peruanische Regierung muss jetzt
reagieren, um die noch unkontaktierten Cacataibo vor der Auslöschung zu
bewahren.
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