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Aktuell
Zerstörter Panda-Lebensraum
Dienstag, 17. Juni, 17:46 Uhr
Lebensraum der Pandas in Sichuan fast völlig zerstört
Peking (AP) Der Lebensraum der gefährdeten Riesenpandas in der chinesischen Provinz Sichuan ist von dem verheerenden Erdebeben Mitte Mai zu 80 Prozent vernichtet oder schwer verwüstet worden. 49 Schutzgebiete, darunter das berühmte Panda-Reservat Wolong, seien weitgehend zerstört, sagte ein Sprecher der staatlichen Forstbehörde, Cao Qingyao, am Dienstag. «Manche der Lebensräume können wir immer noch nicht erreichen, so dass es unmöglich ist, den gesamten Verlust zu beziffern», sagte Cao.
Rund 1.600 der gefährdeten Tiere, die in China als Nationalsymbol verehrt werden, leben noch in freier Wildbahn, etwa 180 weitere leben in Zoos. Die Provinz Sichuan und die Nachbarprovinz Shaanxi sind die Hauptlebensräume der Pandabären in China. Im Reservat Wolong wurde ein Pandabär bei einem Erdrutsch getötet. Der Naturschutzpark wurde so schwer verwüstet, dass er nicht vor nächstem Jahr wiedereröffnet werden kann, wie Cao erklärte. Bei dem Erdbeben der Stärke 7,9 im Südwesten Chinas am 12. Mai kamen rund 70.000 Menschen ums Leben, Millionen wurden obdachlos.
China: Feuer in Nordchina brennt 154 Häuser nieder, 390 Menschen betroffen
Von Yiruisi, Xinhua.de (staatlich), 15.6.08
Bei einem Feuerausbruch in einem geschützten Wald in der Autonomen Region Innere Mongolei wurden 154 Häuser niedergebrannt. Der China Daily zufolge sind davon 390 Menschen betroffen, Todesfälle wurden jedoch nicht bekannt.
Das Feuer brach am Freitag um 11.20 Uhr in einem Wohngebiet der Stadt Genhe im nördlichen Hinggan-Gebirge aus, in dem sich Bauholz eines forstwirtschaftlichen Unternehmen entzündete. Es griff rasch auf einen Wald in der Nähe aus, teilte die Feuerwehr mit.
Augenzeugen berichteten das Feuer erfasste etwa 7000 Quadratmeter und vernichtete Dutzende von Häusern bis 2 Uhr nachmittags.
Ein starker Wind machte es der Feuerwehr schwer die Flammen zu kontrollieren.
“Das Feuer breitet sich aus, aber alle Anwohner wurden evakuiert”, sagte Yang Haixia, ein Pressesprecher der Feuerwehr von Hulun Buir.
Nach offiziellen Angaben waren 43 Feuerwehrleute und sieben Löschfahrzeuge 10 Minuten, nachdem das Feuer ausbrach, am Einsatzort. Mehr als 50 Feuerwehrleute und 18 Feuerwehrfahrzeuge aus benachbarten Städten trafen um 3 Uhr nachmittags zur Unterstützung ein.
Insgesamt sind derzeit 1000 Einsatzkräfte mit Löscharbeiten und Aufrechterhaltung der Ordnung beschäftigt.
Die lokale Regierung hat Untersuchungen der Brandursache und der durch das Feuer entstandenen wirtschaftliche Verluste in die Wege geleitet.
China: Peking erfüllt versprochene Begrünungsaufgaben für die Olympischen Spiele
Xinhua (staatlich), 19.6.08
Die Stadt Peking hat alle Begrünungsaufgaben, die sie im Bericht zur Bewerbung um die Austragung der Olympischen Spiele versprochen hatte, übererfüllt.
Bis Ende 2007 wurden 40 Prozent der Stadtfläche mit Grünanlagen versehen. Die Aufforstungsrate in den Berggebieten beläuft sich auf 70 Prozent. An rund 70 Prozent des Jahres herrschte in Peking blauer Himmel.
Die Umwelt hat sich beträchtlich erholt und wurde erheblich verbessert. Näheres hören Sie im folgenden ausführlichen Bericht.
In den 1950er Jahren war nur 1,3 Prozent der Stadtfläche mit Wald bedeckt. Der ökologische Zustand Pekings sah schlimm aus. In den vergangenen Jahren, insbesondere seit der erfolgreichen Bewerbung um die Austragung der Olympiade im Jahre 2001, hat die Stadtverwaltung eine Reihe effektiver Maßnahmen ergriffen. Dadurch konnte sich die Umwelt in Peking allmählich erholen.
In und um die Sport- und Trainingsstätten herum sowie entlang der Verkehrsachsen zwischen der Innenstadt und den Stadien führte die Stadtverwaltung über 100 Begrünungsprojekte durch. Die größte künstliche Grünanlage der Stadt , der olympische Waldpark, wurde vollständig neu errichtet. Der Waldpark verfügt über eine Fläche von 680 Hektar. Wie uns der Parkangestellte Tang Tong mitteilt, gibt es innerhalb des olympischen Waldparks künstliche Seen und Feuchtgebiete. Der Park leiste einen positiven Beitrag zur Verbesserung der Umwelt in Peking.
“Es gibt im Park insgesamt über 530.000 Bäume beziehungsweise Büsche. Der Gesamtanteil an Grünpflanzen ist sehr hoch. Die Pflanzen im Park absorbieren jährlich 7.200 Tonnen Kohlendioxyd und erzeugen 5.400 Tonnen Sauerstoff. Zudem können sie noch 32 Tonnen Schwefeldioxyd aufnehmen. Der Park leistet einen großen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt.”
Zudem hat die Stadt den topographischen Begebenheiten entsprechend Begrünungsarbeit geleistet. Wie der Leiter des Pekinger Amts für Begrünung, Dong Ruilong, mitteilte, forderte die Regierung Pekings alle Stadtbezirke im Stadtzentrum auf, jedes Jahr eine bis zwei große Grünanlagen einzurichten. Das Ziel sei, dass die Bürger in einem Umkreis von weniger als 500 Meter zu ihren Wohnvierteln grüne Pflanzen sehen können. Auf dem Flachland in den Vororten wurde über 25.000 Hektar Schutzwald angepflanzt. In den Berggebieten setzten die zuständigen Behörden durch ökologische Projekte der Absperrung sowie der Aufforstung die Begrünung auf 95 Prozent der unbewohnten Berge um. Zu diesen Maßnahmen erklärt uns Dong Ruilong.
“Bis Ende 2007 wurde der Anteil der begrünten Stadtfläche auf 43 Prozent erhöht. Er ist nun drei Prozent höher als der versprochene Prozentsatz. Die Aufforstungsrate in den Berggebieten betrug 70,49 Prozent. Sie ist damit auch höher als die vorgesehene 70 Prozent-Rate. In der Stadt wurden 20 Naturschutzgebiete angelegt. Die Gesamtfläche der Gebiete macht 8,18 Prozent der Stadtfläche aus. Damit hat Peking die versprochenen Begrünungsaufgaben für die Olympiade erfolgreich übererfüllt.”
Darüber hinaus führte Peking mit den umliegenden Gebieten noch Schutz- und Vorbeugungsprojekte gegen Sandstürme durch. Hierzu wurde ein mehrschichtiger ökologischer Schutzmechanismus aufgebaut. Liu Tuo, ein Beamter der Abteilung für Vorbeugung und Schutz von Sandstürmen des staatlichen Amts für Aufforstung, sagt:
“Für die verwüstete Steppe im Norden Pekings haben wir mit technischen Methoden die Expansion der Wüstenbildung verhindert. In Bashang in Hebei und im nordwestlichen Gebiet der Provinz Shanxi errichteten wir einen ökologischen Schutz mit Wäldern.”
Gemäß Aussage von Liu Tuo haben sich die Sandstürme, die in Peking einst sehr dominant waren, mittlerweile wegen der Aufforstung in den umliegenden Gegenden Pekings und aufgrund der reduzierten Sandquelle allmählich gelegt.
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