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Aktuell

Update Yosemite-Waldbrand

30. Juli, 2008

Yosemite-Brände wüten weiter

«Es regnet weisse Asche»

San Francisco. sda/dpa/baz. Kleine Fortschritte beim Kampf gegen die schweren Brände am Eingang des berühmten Yosemite-Naturparks: Mehr als 3000 Feuerwehrleuten ist es bis zum Mittwoch gelungen, das Flammenmeer in den steilen, unzugänglichen Waldtälern zu 15 Prozent einzudämmen.

Die Brände haben bereits 25 Wohnhäuser, zwei Dutzend kleinere Hütten und eine Fläche von mehr als 120 Quadratkilometern vernichtet. Eine vorübergehend gesperrte Zufahrtsstrasse zu dem vielbesuchten Park, der für seine hohen Granitfelsen und tosenden Wasserfälle berühmt ist, wurde jetzt wieder für den Verkehr freigegeben.

Doch die tausenden Besucher, die an Sommertagen in das Yosemite-Tal strömen, müssen Rauch und eine getrübte Aussicht in Kauf nehmen. «Ich sehe nur eine Menge Rauch», sagte der Parkranger Scott Gediman dem US-Sender CNN. «Seit letzter Nacht regnet es weisse Asche».

Warten auf gepackten Koffern

In den umliegenden Ortschaften sassen rund 1000 Menschen auf gepackten Koffern. Die Behörden hatten angekündigt, dass weitere Evakuierungen erfolgen könnten. Dreihundert Häuser sind schon geräumt worden, 4000 lagen nach Angaben der Einsatzleitung in der Gefahrenzone.

«Wir hatten Glück, die Flammen haben uns verschont», erzählte Douglas Shaw, Besitzer des Hotels «Yosemite Bug» der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das von vielen europäischen Urlaubern besuchte Hotel in der Nähe des Parkeingangs war am Mittwoch aber nicht voll belegt.

«Eine ganze Reihe Gäste haben abgesagt. Sie haben einfach Angst vor solchen Naturereignissen», meint Shaw. «Andere lassen sich durch nichts abhalten und sind recht froh, dass sie die Berge noch sehen können.»

Die Löscharbeiten in dem hügeligen, nur schwer zugänglichen Gelände wurden durch Hitze und extreme Trockenheit erschwert. «Die Flammen breiteten sich schnell aus, «denn es gibt so viel brennbares Unterholz und auch, weil die Temperaturen so hoch sind», sagte Sara Gibson von der kalifornischen Forstbehörde dem Sender CNN.

Durch Schiessübungen ausgelöst

Die Waldbrände waren nach bisherigen Erkenntnissen am Freitag von Schiessübungen ausgelöst worden. Die Schützen, die von der Polizei befragt wurden, kommen aber möglicherweise um eine Anklage herum.

«Es war keine absichtliche Tat», sagte Sue Exline von der Bundesforstbehörde. Es sei nichts ungewöhnliches, dass Schützen kurz vor Beginn der Jagdsaison im August in diesem Gebiet mit Gewehren üben.


Waldbrände toben am Rande des Yosemite-Parks

Dichte Rauchschwaden über Urlaubsgebiet
Hunderte Häuser von Flammen bedroht


Von Garance Burke, AP; 30.7.08

Yosemite/USA – Mitten in der Urlaubssaison bietet sich den Besuchern des Yosemite-Nationalparks in Kalifornien kein schönes Bild: Der Blick auf die Berge ist von dichten Rauchschwaden verhüllt, glühende Asche treibt durch die Luft. Einige Zufahrten wurden gesperrt, um ein Übergreifen der Flammen auf das Naturschutzgebiet zu verhindern. Die Waldbrände etwa 20 Kilometer außerhalb des Parks waren am Dienstagabend erst zu 15 Prozent unter Kontrolle.

Rund 120 Quadratkilometer Wald wurden in dem unwegsamen Berggelände bislang ein Raub der Flammen. Das entspricht in etwa der Fläche von Städten wie Göttingen oder Kassel. 25 Häuser brannten in dem Gebiet nieder, weitere 350 mussten in den angrenzenden Orten Midpines und Coulterville evakuiert werden.

Die Behörden befürchteten, dass das schnell um sich greifende Feuer bis zu 4.000 weitere Häuser bedrohen könnte. Rund 3.000 Feuerwehrleute kämpften gegen die zerstörerische Kraft der Flammen. Nach dem Ausfall der Elektrizitätsversorgung mussten viele Hotels und Geschäfte im Yosemite-Park auf Notstromaggregate umschalten und ihre Gäste mit Taschenlampen ausstatten.

Der Park blieb jedoch weiterhin für Touristen geöffnet, und nach Angaben der Verwaltung haben seit Samstag nur zwei Prozent der angemeldeten Besucher ihre Buchungen storniert. Nach wie vor wurden Reitausflüge, Wildwassertouren und ausgiebige Wanderungen angeboten, wie die Veranstalter betonten. Gleichwohl breitete sich bei vielen Besuchern Enttäuschung aus. „Die schlechte Sicht ist wirklich schade“, sagte die 45-jährige Karen Brown aus Phoenix im US-Staat Arizona. Sie und ihre Familie hätten sich so auf den Park gefreut, und so schnell könnten sie auch nicht wiederkommen.

Waldbrand auch in Montana

Unterdessen tobte auch im US-Staat Montana ein rasch um sich greifender Waldbrand. In kürzester Zeit breiteten sich die Flammen in der Nähe des Skigebiets von Red Lodge auf einer Fläche von 23 Quadratkilometern aus. Knapp 100 Häuser wurden geräumt. Die Behörden rechneten mit weiteren Evakuierungen, da der Wind das Feuer auf Siedlungen zutrieb.


Donnerstag, 31.7.2008, 09:33 Uhr

Brände bei US-Nationalpark fast unter Kontrolle

Nach tagelangem Einsatz haben Tausende Feuerwehrleute die Waldbrände in der Nähe des Yosemite-Nationalparks in Kalifornien fast zur Hälfte eingedämmt. Die Flammen waren am Mittwoch (Ortszeit) zu 40 Prozent unter Kontrolle.

Die Brände haben rund 130 Quadratkilometer Wald und Buschland in dem unwegsamen Berggelände zerstört. 25 Häuser brannten in dem Gebiet nieder, weitere 350 mussten in den angrenzenden Orten Midpines und Coulterville evakuiert werden.

Rund 3'000 Feuerwehrleute waren gegen die zerstörerische Kraft der Flammen im Einsatz. Nach dem Ausfall der Elektrizitätsversorgung mussten viele Hotels und Geschäfte im Yosemite-Park auf Notstromaggregate umschalten und ihre Gäste mit Taschenlampen ausstatten.

Andere Brände

In Montana wurden wegen eines Waldbrandes die Angestellten des Skigebiets von Red Lodge aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Die Flammen haben sich wegen heftiger Böen mittlerweile auf mehr als 30 Quadratkilometer ausgebreitet.







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