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Aktuell

Waldbrände im Kaukasuskrieg

Rustawi 2: Russische Truppen brennen Naturpark in Georgien ab

Georgien Nachrichten, 16.8.08

Die russischen Truppen setzen ihren Angriff gegen Georgien mit der Zerstörung wichtiger Ressourcen des Landes fort. Der regierungstreue georgische Privatsender Rustawi 2 meldete, dass die russischen Truppen geschützte Teile des Naturparks Borjomi-Charagauli vernichten.

Der Bericht des Senders war bereits am Nachmittag online gegangen. Wir veröffentlichen diesen erst jetzt, nachdem uns von Zeugen berichtet worden ist, dass dieser Bericht nicht frei erfunden ist. Auch die Tagesschau berichtete darüber.

Wie der Sender meldete, seien 40 Hektar geschützten Waldes im Naturpark von den russischen Truppen in Brand gesetzt worden. Zudem verhindern die nach Georgien eingedrungenen russischen Soldaten, das Feuerwehren zu dem Brand vordringen und diesen bekämpfen können.

Die Strategie der russischen Angreifer in Georgien wird nun klar. Die russischen Truppen versuchen mit ihrem Feldzug möglichst großen Schaden in Georgien anzurichten. Sie suchen ganz bewusst die Ziele aus, bei denen sie mit minimalem Aufwand den größten Effekt erreichen. So war am Samstag die Bahnstrecke durch die Sprengung einer Brücke bei Kaspi unpassierbar gemacht worden. Auch die Straße zwischen West- und Ostgeorgien ist gesperrt. Damit haben die russischen Truppen Georgien geteilt.

Auch die Militärbasen in Georgien werden seit Tagen von den georgischen Angreifern leer geräumt und geplündert. Dies berichteten internationale Medien.

Zudem werden bewusst Einrichtungen der Ölwirtschaft in Georgien zerstört. Der Hafen in Poti, wichtiger Ölverladepunkt, wurde auch am Samstag erneut von russischen Truppen angegriffen. Aserbaidschan hat seinen Öltransit in Georgien bereits beendet, womit das Kalkül der russischen Regierung bereits aufgegangen ist.

Der Naturpark Borjomi-Charagauli wurde mit deutschem Geld und federführend vom WWF seit Ende der 1990er Jahre zu einem Vorzeigeprojekt für sanften Tourismus in Georgien aufgebaut. Durch die Einrichtung des Naturparks wurden Arbeitsplätze geschaffen.

Zudem hatte sich die in der Nähe liegende Stadt Bakuriani zusammen mit dem aus der Zeit der Sowjetunion bekannten Kurort Borjomi um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2014 durchgesetzt. Der russische Staatschef Putin konnte sich mit seiner Bewerbung für Sotschi durchsetzen. Eine erneute Bewerbung von Bakuriani könnte durch den russischen Angriff zumindest erschwert werden. Putin hat sich in den letzten Tagen seit Beginn des Angriffs auf Südossetien, der nach Provokationen von Georgien ausging, erneut als harter Kriegsherr profiliert.

Quelle: Rustawi 2


Russland setzt weiter Wald in Naturschutzgebiet in Georgien in Brand

Georgien Nachrichten, 18.8.08

Russland setzt seine Angriffe in Georgien weiter fort: russische Flugzeuge haben am Montag erneut Brandbomben in das Naturschutzgebiet Naturpark Borjomi-Charagauli geworfen und dort Waldbrände ausgelöst. Dies meldete Radio Imedi.

Dabei bezog sich der Sender auf Mitarbeiter der BP, die in der Region unterwegs waren. In der Nähe des Naturparks verläuft die Ölpipeline BTC. Der Bericht wurde mit Mitarbeitern der Nationalparkbehörde bestätigt.

Der Sender Rustawi 2 meldete, dass mittlerweile 230 Hektar des unter Naturschutz stehenden Waldes zerstört seien.

In den georgischen Medien kursierten in den vergangenen Tagen zwei Ansichten darüber, warum Russland den Wald in Brand setzt. Zum einen hieß es, damit wolle Russland verhindern, dass Partisanen im Wald Schutz suchen können. Zum anderen ist der mit deutscher Hilfe unter Federführung des WWF aufgebaute Naturpark zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Region geworden.

Quelle: Radio Imedi / Rustawi 2


Türkei will bei Löschen von Waldbrand in georgischem Naturpark helfen

Georgien Nachrichten, 18.8.08

Die Türkei will Georgien dabei helfen, die von den russischen Truppen im Naturpark Borjomi-Charagauli gelegten Brände zu löschen. Dazu sollen türkische Flugzeuge nach Georgien verlegt werden.

Die russische Luftwaffe hatte Wälder im geschützten Bereich des Naturparks, der mit deutscher Hilfe eingerichtet worden war, in Brand gesetzt. Zudem verhinderten russische Soldaten, das die Feuerwehr den Brand löschen konnte.

Quelle: Rustawi 2







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