|
Aktuell
Bärenangriff in Sibirien
28. August, 2008
Braunbär verstümmelt vier Menschen
Moskau (ala/AFP) - In Südsibirien hat ein Braunbär vier Menschen attackiert und schwer verletzt. Erst kurz zuvor hatten Jäger neun seiner Artgenossen erlegt, nachdem diese in der Region Krasnojarsk Vieh angegriffen hatten.
Die russische Tageszeitung "Nowyje Iswestija" berichtete am Donnerstag, der Bär habe unvermittelt eine Frau angegriffen, die mit ihrem Mann und einer Nachbarin vor der Haustür plauderte. Das Tier riss der Frau die Kopfhaut ab und stürzte sich dann auf den Mann und die Nachbarin. Am Tag darauf soll es zu einer weiteren Attacke gekommen sein: Am Morgen biss derselbe Bär einem Dorfbewohner "die halbe Nase ab". Polizisten und Mitarbeiter des Ministeriums für Katastrophenschutz töteten daraufhin das Tier.
Örtliche Umweltschützer fragten sich dem Bericht zufolge, was das "wohlgenährte und unverletzte" Tier zu seinem Ausflug in die Menschensiedlung bewogen haben möge. Sie vermuten, dass der Bau eines Staudamms am Fluss Angara in der Region Krasnojarsk, etwa 4000 Kilometer östlich von Moskau, die benachbarten Wälder überflutet und die Bären aus ihrem gewohnten Lebensraum verdrängt hat.
In den vergangenen zwei Monaten wurden in der Region von Krasnojarsk neun Bären erschossen, die Weidevieh und Bienenstöcke angegriffen hatten.
» zurück
|