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SARS-Forscherteam in China
Montag 18. August 2003, 08:14 Uhr
Sars-Forscherteam besucht Zuchtbetriebe in Südchina
Peking (AP) Auf der Suche nach den Ursachen der Lungenkrankheit Sars besucht ein Forscherteam in der südchinesischen Provinz Guangdong Zuchtbetriebe für exotische Tiere. Die Gruppe, zu der in- und ausländische Wissenschaftler gehörten, seien in Guangdong «im Rahmen eines Projekts, um die biologische Umwelt der Provinz zu entschlüsseln», wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag meldete. Dazu gehören auch Betriebe, die Zibetkatzen züchten.
Es wird vermutet, dass das Virus von der in Südchina als Delikatesse geltenden Zibetkatze auf den Menschen übersprang. Die chinesische Forstbehörde hob in der vergangenen Woche das Verkaufsverbot für das Fleisch von 54 exotischen Tierarten auf, darunter auch die Zibetkatze. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnete diese Entscheidung als verfrüht. «Es hat einige sehr klare Anzeichen gegeben, dass die Zibetkatze damit zu tun hat», sagte der WHO-Repräsentant in Peking, Henk Bekedam. «Wir denken, es ist ein bisschen früh, die Verbote aufzuheben.» Das Forscherteam hat den Auftrag, in Guangdong Tierarten zu identifizieren, die Sars übertragen, teilte ein Sprecher des Pekinger Gesundheitsministeriums mit. In der Provinz waren im vergangenen Jahr die ersten Fälle von Sars aufgetreten, an der danach weltweit mehr als 800 Menschen starben.
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