AktuellDürre in Ostrussland
Donnerstag 4. September 2003, 11:18 Uhr Schlimmste Dürre seit 40 Jahren im Osten RusslandsWladiwostok (AFP) Wegen der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren wird im fernen Osten Russlands für mehr als eine Million Menschen das Wasser knapp. In der Hafenstadt Wladiwostok verhängten die Behörden den Notstand und kündigten eine drastische Rationierung an: Die Wasserleitungen sollen nur noch alle zwei Tage für jeweils vier Stunden geöffnet werden. Meteorologen warnen, dass sich die Lage noch verschlimmern werde.Aus Kostengründen wird das Wasser nicht mehr gefiltert und ist deshalb nicht zum Trinken geeignet. Schiffe, die in der Hafenstadt anlegen, dürfen ihre Wasservorräte nicht mehr auffüllen. Alle Quellen und Brunnen wurden als "strategische Reserven" unter Bewachung gestellt. Flüsse und Reservoirs sind in der Region Wladiwostok nach der heftigen Trockenzeit so stark ausgetrocknet, dass sie nur noch die Hälfte der benötigten Wassermengen für die rund 600.000 Einwohner der Stadt hergeben: Statt täglich 450.000 Kubikmetern stehen derzeit gerade einmal 200.000 Kubikmeter zur Verfügung. Die Regierung in Moskau sagte Unterstützung zu. In Tanks soll aus benachbarten Regionen Wasser nach Wladiwostok gebracht werden. Meterologen gaben noch keine Entwarnung: Auch in den kommenden zwei Monaten werde es voraussichtlich nur halb so viel regnen wie sonst im Herbst üblich. Die Wasservorräte würden vermutlich weiter versiegen. » zurück |
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