|
Aktuell
Update kaliforniens Waldbrände
Samstag 25. Oktober 2003, 15:44 Uhr
Tausende fliehen vor Waldbrand in Kalifornien
Los Angeles (dpa) - Ein von heißen Wüstenwinden
angetriebener Waldbrand hat tausende Menschen in der
Nähe der kalifornischen Metropole Los Angeles zur Flucht
gezwungen. Das Feuer war am Samstag rund 75
Kilometer von der Stadt entfernt. Nachdem die Winde in
der Nacht etwas nachgelassen hatten, fraß es sich in
verlangsamten Tempo vorwärts.
Das gab den rund 1 400 Feuerwehrleuten vor Ort die Gelegenheit, Feuerschneisen
zu schlagen. Ein Sprecher der kalifornischen Forstbehörde warnte aber, dass sich
die Lage wegen der Unberechenbarkeit der Winde jederzeit wieder verschlechtern
könnte. Vorsichtshalber stünden daher über 1000 weitere Brandbekämpfer in
Bereitschaft. Die Behörden gehen davon aus, dass das Feuer östlich von Los
Angeles absichtlich gelegt wurde.
Bis zum Samstag hatten die Flammen bereits 5 000 Hektar Waldbestand
vernichtet. Im Bezirk San Bernardino brannten vier Häuser ab. Hunderte waren
bedroht, meldeten lokale Fernsehsender. Die Hauptverkehrsstraße Interstate 15
zwischen Südkalifornien und Las Vegas wurde vorübergehend gesperrt. Dichter
Rauch nahm den Autofahrern die Sicht. Über der stark besiedelten Region hingen
dunkle Rauchwolken. Anwohner berichteten, auf Häuser und Fahrzeuge sei ein
Ascheregen niedergegangen.
Samstag 25. Oktober 2003, 05:15 Uhr
Waldbrände in Kalifornien machen Tag zur Nacht
Rancho Cucamonga/USA (AP) Bei mehreren
Waldbränden im Süden Kaliforniens ist in der
zurückliegenden Woche eine Fläche von 8.000 Hektar
den Flammen zum Raub gefallen. Der größte einzelne
Brand in der Nähe des Nationalparks San Bernardino
zerstörte rund 5.000 Hektar Land. Am Freitag flohen
mehrere tausend Menschen vor den Flammen, die in der
Ortschaft Rancho Cucamonga vier Häuser zerstörten und
die Außenbezirke von zwei Vorstädten im Großraum Los
Angeles erreichten.
In Rancho Cucamonga kämpften Feuerwehrleute am Freitag in Hinterhöfen gegen
den Brand. Das am Dienstag vermutlich durch Brandstiftung verursachte Feuer
bedrohte auch die Ortschaften Fontana und Rialto, etwa 80 Kilometer östlich vom
Zentrum der Millionenstadt Los Angeles gelegen.
Wegen der starken Rauchentwicklung mussten zwei Schnellstraßen gesperrt
werden, darunter der Highway nach Las Vegas. Asche und Rauchwolken machten
den Tag zur Nacht. Die Flammen wurden von heißem Wüstenwind angefacht, der
mit 40 Kilometern in der Stunde übers Land fegte. Die Feuerwehr schätzte am
Freitag, dass trotz Unterstützung aus der Luft bisher nur 17 Prozent des Brandes eingedämmt werden konnten. Ein
weiterer Brand wütete etwa 80 Kilometer nördlich von San Diego. Hingegen konnte ein Feuer im Bezirk Riverside
weitgehend gelöscht werden.
» zurück
|