AktuellIKEA in Russland
Ikea: 20 neue Märkte in RusslandDie größte Möbelhaus-Kette der Welt will Russland zum zweitstärksten Markt nach Deutschland aufbauen. Die Milliardeninvestitionen zwischen Moskau, St. Petersburg und Nowosibirsk werden von der positiven Reaktion auf die ersten Ikea-Märkte in der Region getragen: Sieben Millionen Kunden, Gewinn ab 2005 erwartet.manager-magazin.de, Donnerstag 20. November 2003 Moskau/Älmhult - Die "mit erfolgreichsten Ikea-Märkte weltweit" stehen vor den Toren von Moskau. Das sagte Lennart Dahlgren, Generaldirektor des Konzerns in Russland, in einem Interview mit der "Welt". Die beiden Märkte machen 260 Millionen Dollar Jahresumsatz. Der Expansionsdrang des schwedischen Konzerns, das allein 2004 weltweit 16 bis 20 neue Filialen errichten will, ist für die Region Russland am stärksten ausgeprägt. Laut Dahlgren sind sechs Märkte für Moskau geplant, für St. Petersburg "zwei bis drei", dazu kommen sollen weitere 13 Standorte, darunter auch Nowosibirsk im Osten Russlands. Unternehmenssprecherin Irina Vanenkova sagte dem "Handelsblatt" die Ausbau-Pläne für Russland sollen in den kommenden 15 Jahren umgesetzt werden. Ikea integriert die Möbelmärkte in Russland zumeist in eigene Einkaufszentren. Allein das neueste Bauprojekt in Khimky, das im Dezember 2004 fertig gestellt sein solle, wird voraussichtlich 300 Millionen Dollar kosten. Durchnitts-Einkauf in Schweden wie Russland bei 60 Euro Am 12. Dezember soll ein Markt in St. Petersburg eröffnet werden. Die Gesamtinvestition für den 11-Jahres-Plan dürfte mehrere Milliarden Dollar betragen. Sämtliche Investitionsgelder stammen von der Ikea Deutschland GmbH, der Mutterfirma von Ikea Russland. Sie hat auch die Investitionsverträge mit Moskaus Regierung unterzeichnet. Angesprochen auf Unterschiede zwischen der schwedischen und der russischen Kundschaft, antwortete Dahlgren, der durchschnittliche Warenwert pro Einkauf betrage in beiden Ländern etwa 60 Euro. In Russland bezahlten allerdings nur etwa vier Prozent der Kunden mit Kreditkarte. "Wer jetzt bei uns ein Sofa für, sagen wir, 10.000 Rubel kauft", so Dahlgren in der "Welt", "der finanziert es vielleicht anders: Er hat selbst 4000 Rubel, dann leihen der Bruder und vielleicht noch Freunde etwas." Die ehrgeizigen Pläne für Russland stoßen nach Aussage des Ikea-Generaldirektors allerdings nicht auf ungebrochene Gegenliebe. Nach wie vor werde in großer Unterschied zwischen aus- und inländischen Investoren gemacht. Dies zeige sich auch an den Importgebühren. Der Mindestzoll liege in Russland bei 20 Prozent, der Maximalwert bei 100 Prozent. In Deutschland dagegen liege der durchschnittliche Satz bei nur zwei Prozent. 310 Millionen Kunden weltweit Ikea konzentriert sich auf preisgünstige Möbel, die die Käufer aus Einzelbestandteilen zu Hause zusammenbauen. Der Konzern hat 76.000 Mitarbeiter und 165 eigene Warenhäuser in 22 Ländern. 310 Millionen Kunden kamen im Vorjahr und setzten 11 Milliarden Euro um, davon 80 Prozent in Europa. Deutschland ist mit 20 Prozent der Hauptmarkt. Dort etablierte sich Ikea 1974 mit einem Haus in München. Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Umsatzanstieg von Ikea auf drei Prozent. Als künftige Wachstumsregionen setzt Ikea neben Russland insbesondere auf Asien und Nordamerika. Der Druckauftrag für die Möbel-Kataloge des Konzerns ist der international umfangreichste: Eine Auflage von 131 Millionen in 45 Ausgaben und 23 Sprachen. Erste Auslandsfiliale vor 40 Jahren Gegründet wurde Ikea 1943 von dem Tischler-Gesellen und Sohn eines Waldbesitzers, Ingvar Kamprad (78), in Älmhult. In den ersten Geschäftsjahren besuchte er parallel zu dem anfangs bescheidenen Einzelhandelsgeschäft die unweit von Älmhult gelegene Höhere Handelsschule in Göteborg. 1958 errichtete Kamprad das erste Ikea Haus, 1963 die erste Auslandsfiliale in Oslo. Alleininhaber Kamprad ist seit 1986 offiziell nur noch "Berater" der Muttergesellschaft von Ikea, der niederländischen Stiftung Ingka. Das Familienvermögen der Kamprads - Ingvar hat drei Söhne und eine adoptierte Tochter - wird zwischen 12 und 20 Milliarden Euro taxiert. Damit gehört der Ikea-Gründer zu den fünf reichsten Menschen außerhalb der USA. » zurück |
|
Aus der easy.wdss.de, gedruckt am: Di, 02.12.2008 © easy.wdss Besuchen Sie die www.weitblick.net unter www.weitblick.net Bildschirm-Version |
|