AktuellWaldbrände um Moskau
Smog in Moskau: Nur Regen könnte helfenkp/.rufo, Mittwoch, 12.10.2005Moskau. Der ungewöhnlich warme und trockene Herbst macht den Moskauern derzeit wenig Freude. Die Angst vor der Wiederholung einer Smog-Katastrophe wie im Jahr 2002 wächst – nicht nur in der Hauptstadt. Auch die Wolga-Metropole Nischni Nowgorod war am Mittwoch in eine dichte Dunstwolke eingehüllt. Die Wald- und Torfbrände in Zentralrussland, unter denen auch Moskau derzeit leidet, wüteten in der Region um die drittgrößte Stadt des Landes besonders heftig. Feuerwehr und Einsatzkräfte des Katastrophenschutz-Ministeriums waren mit den Löscharbeiten hoffnungslos überfordert, nur heftige Regenfälle könnten die Brände beenden. Grenzwerte um das Dreifache überschritten Im Südosten Moskaus selbst stiegen die Stickoxid-Werte am Mittwoch auf das Fünffache der Norm. Am Vorabend hatte der Moskauer Wetterdienst Kohlenmonoxid-Werte in der Hauptstadt-Luft gemessen, die die zulässigen Grenzwerte um das Dreifache übertrafen. Vor allem in den südlichen und östlichen Vororten Moskaus war der Brandgeruch in der Luft bereits gut wahrnehmbar. Fast windstilles Wetter sorgt dafür, dass sich an der Luftqualität auch in den kommenden Tagen nicht viel ändern wird. „Luftalarm!“ titelte die Moskauer Tageszeitung „Wremja Nowostej“. Frühestens am Wochenende könnte ein Teil des Qualmes aus Moskau fortgeweht werden, sagen Metereologen voraus. Immer mehr Moskauer fühlten sich unangenehm an den extremen Smog im August und September 2002 erinnert. Damals hatten die heftigsten Torfbrände der vergangenen Jahrzehnte die Zehn-Millionen-Stadt für mehrere Wochen mit dichten Rauchschwaden überzogen. Der Smog war so dicht, dass die Moskauer von den Fenstern ihrer Wohnungen aus teilweise die Nachbarblöcke nicht mehr sehen konnten. Die hilflose Stadt-Behörden empfahlen, alle Kinder nach Möglichkeit aus Moskau zu evakuieren. » zurück |
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