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Amur-Benzolwelle
Sonntag 11. Dezember 2005, 11:07 Uhr
Russische Stadt Chabarowsk baut Damm gegen vergiftetes Flusswasser
Moskau (dpa) - In der Nähe der Großstadt Chabarowsk im Osten Russlands haben Katastrophenschutzmitarbeiter zum Schutz vor vergiftetem Flusswasser einen 400 Meter langen Damm gebaut. Die Stadt soll so vor den aus China stammenden vergifteten Wassermassen geschützt werden. Die schädlichen Stoffe waren vor vier Wochen nach einer Explosion in einem chinesischen Betrieb ins Wasser gelangt. Das vergiftetet Wasser fließt den Fluss Songhua entlang und soll am 19. Dezember die russische Grenze und am 25. Chabarowsk erreichen.
Samstag 10. Dezember 2005, 14:29 Uhr
Seitenarm des Amurs wegen Giftwelle mit Damm abgeriegelt
Chabarowsk (AP) Zur Begrenzung der Folgen des Chemieunfalls in China haben die russischen Behörden am Samstag einen Seitenarm des Amur-Flusses mit einem Damm abgeriegelt. Damit soll die Fließgeschwindigkeit des Hauptstroms beschleunigt und erreicht werden, dass das Gift die Stadt Chabarowsk schneller passiert. Die Bauarbeiten an dem 500 Meter breiten und 12 Meter hohen Damm am Seitenarm Pemsenskaja wurden am Abend abgeschlossen.
Er soll auch verhindern, dass die Chemikalien in Feuchtgebiete und weitere Gewässer in der Umgebung von Chabarowsk fließen. Ein weiterer Seitenarm soll ebenfalls mit einem Damm vom Hauptstrom abgetrennt werden. Am Samstag verhängten die Behörden darüber hinaus ein Fischfangverbot für den Amur und sein Mündungsgebiet.
Nach einer Explosion in einem Chemiewerk am 13. November flossen rund 100 Tonnen giftiges Benzol in den Fluss Songhua, der in den Heilong fließt. Die chinesische Regierung bestätigte das Unglück erst zehn Tage später, als in der Millionenstadt Harbin zum Schutz der Bevölkerung die Wasserversorgung eingestellt wurde. Das Gift bedroht nun Chabarowsk mit seinen rund 580.000 Einwohnern. Der Heilong heißt in Russland Amur.
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