AktuellNeuer Chemieunfall in China
Mittwoch 21. Dezember 2005, 20:18 Uhr Fluss nach Chemieunfall im Süden Chinas verseuchtPeking (AP) Rund fünf Wochen nach der Umweltkatastrophe im Nordosten Chinas sind erneut giftige Chemikalien in einen Fluss gelangt. In der Stadt Shaoguan in der Provinz Guangdong (Kanton) seien im Fluss Bei zehn Mal so hohe Cadmium-Werte gemessen worden wie zulässig, teilte die Regierung in Peking mit. Das Cadmium war demnach aus einem Hüttenwerk ausgetreten. Einwohner berichteten, die Wasserversorgung für die mehr als eine halbe Million Menschen in Shaoguan sei am Dienstag für acht Stunden abgestellt worden.Die Stadtwerke wiesen diese Angaben als falsch zurück. In den amtlichen Medien war zuvor aber schon über die Verschmutzung des Beis berichtet worden. Für die flussabwärts gelegene Geschäfts-Metropole Guangzhou seien Notfallpläne erarbeitet worden, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch. Entlang des Beis wurden demnach 20 Überwachungsstationen eingerichtet. In Yingde, rund 90 Kilometer südlich von Shaoguan, sollte Xinhua zufolge möglicherweise die Wasserversorgung für 100.000 Einwohner abgestellt werden. Feuerwehrfahrzeuge sollten die Menschen mit Trinkwasser versorgen. Der Bericht wurde von Behörden in Yingde zurückgewiesen. An der russischen Grenze im äußersten Nordosten Chinas bestand derweil weiterhin Giftalarm für den Fluss Heilong, der auf Russisch Amur heißt. In der russischen Stadt Chabarowsk wurde am Mittwoch die Wasserversorgung für rund 10.000 der 580.000 Einwohner abgeschnitten. Die Giftstoffe, hauptsächlich Benzol, waren nach einer Explosion im Chemiewerk von Jilin am 13. November angeschwemmt worden. » zurück |
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