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Erfolg gegen Mammutbaumrodung

Mittwoch 23. August 2006, 03:23 Uhr

Richter blockiert Rodung von Mammutbäumen in Kalifornien

San Francisco (AP) Ein kalifornischer Bundesrichter hat die von der Regierung geplanten Rodungen in Wäldern mit Mammutbäumen gestoppt. Das Rodungsprojekt der US-Forstbehörde verstoße gegen das Umweltrecht und sei völlig unbegreiflich, urteilte Richter Charles Breyer am Dienstag in San Francisco.

Der Richter gab mehreren Umweltschutzgruppen Recht, die sich der Erhaltung der weltweit einmaligen Mammutbäume (Sequoia) in Kalifornien verschrieben haben. Die Natürschützer fordern für ein Waldgebiet im Südosten Kaliforniens den gleichen Standard wie für den besonders geschützten Sequoia-Nationalpark. Die Forstbehörde will dort aber Rodungen der Holzindustrie von jährlich bis zu 1.300 Hektar Wald genehmigen.

Mit Unterstützung des kalifornischen Generalstaatsanwalts Bill Lockyer wandten die Umweltschutzgruppen ein, dass dieser Plan gegen eine Verordnung des früheren US-Präsidenten Bill Clinton aus dem Jahr 2000 verstoße. Damals wurde im Sequoia-Nationalwald (»Sequoia National Forest») am südlichen Rand der Sierra Nevada ein Gebiet mit 38 Sequoia-Waldgebieten als Naturdenkmal unter besonderen Schutz gestellt. Die Riesenmammutbäume können mehr als 80 Meter hoch werden und erreichen einen Durchmesser von neun Metern.

Im September vergangenen Jahres hatte Richter Breyer bereits eine einstweilige Verfügung gegen die Rodungspläne erlassen. Mit der Entscheidung vom Dienstag wird dieser Beschluss dauerhaft. «Wir können es uns einfach nicht erlauben, die majestätischen Sequoias, die seit Jahrhunderten gewachsen sind, für kurzfristige Profite zu opfern», sagte Staatsanwalt Lockyer. Die Entscheidung vom Dienstag sei ein wichtiger Schritt zur Erhaltung der Riesenmammutbäume für künftige Generationen.

Die Forstbehörde äußerte sich enttäuscht. Ihr Sprecher Matt Mathes kündigte an, dass man zusammen mit dem Justizministerium in Washington über eine mögliche Berufung beraten werde. Von den Rodungen wären keine Riesenmammutbäume, sondern nur Sequoias mit einem Durchmesser bis etwa 80 Zentimetern betroffen gewesen. Diese seien bei einem Waldbrand besonders gefährdet, was dann auch die Riesenmammutbäume in Mitleidenschaft ziehen würde, sagte der Sprecher der Forstbehörde.

http://www.fs.fed.us/r5/sequoia/gsnm.html


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