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Aktuell

Update US-Waldbrände (erweitert)

Sonntag 29. Oktober 2006, 20:09 Uhr

Waldbrand in Kalifornien allmählich unter Kontrolle

Twin Pines/USA (AP) Drei Tage nach Ausbruch des riesigen Waldbrandes in Kalifornien hat die Feuerwehr dank abflauender Winde am Sonntag allmählich die Oberhand über die Flammen gewonnen. Sie brachte bis dahin 70 Prozent des Brandes unter Kontrolle. 34 Wohnhäuser und 20 weitere Gebäude wurden ein Raub der Flammen. Vier Feuerwehrleute kamen ums Leben, ein weiterer wurde lebensgefährlich verletzt. Behörden und Anwohner erhöhten die Belohnung für Hinweise auf die Brandstifter auf 500.000 Dollar (394.000 Euro).

Zur der Zeit, als der Waldbrand am Donnerstag östlich von Los Angeles ausbrach, wurden nach Angaben der Polizei zwei junge Männer gesehen, die das Gebiet verließen. Die Mutter eines der getöteten Feuerwehrmänner appellierte an die Täter, sich zu stellen. «Ihr habt nicht geglaubt, dass sich die Dinge so entwickeln werden, wie sie es taten», sagte Bonnie McKay. «Lasst euch nicht von Gewissensbissen auffressen. Meldet euch.»

Mehr als 2.800 Feuerwehrleute kämpften sich durch dichte Rauchschwaden, während sich die Flammen weiter durch das Buschland fraßen. Auch Löschflugzeuge und Hubschrauber waren im Einsatz. Eine Evakuierungsanordnung galt weiterhin für rund 500 Wohnhäuser von zwei kleinen Siedlungen. Andere Familien kehrten zu ihren Häusern zurück - häufig fanden sie aber nur noch verkohlte Ruinen vor. «Da ist nichts übrig geblieben, nur ein paar Mauern und Trümmer», sagte der 52-jährige Oscar Pineiro, der mit seiner Frau vor den Resten seines Hauses stand.

Der Brand wurde den Behörden zufolge auf unbewohntem Gebiet etwa 150 Kilometer östlich von Los Angeles gelegt. Heftiger Santa-Ana-Wind fachte ihn an, mehr als 160 Quadratkilometer Land wurden verwüstet. Die Meteorologen sagten weiter abflauenden Wind und zurückgehende Temperaturen vorher.


Sonntag 29. Oktober 2006, 13:19 Uhr

Feuerwehrleute in Kalifornien kämpfen weiter gegen riesigen Waldbrand

Twin Pines/USA (AP) Abflauender Wind hat die Feuerwehr bei der Bekämpfung des riesigen Waldbrandes in Kalifornien am Wochenende neue Hoffnung schöpfen lassen. Bis zum Samstag wurden 34 Wohnhäuser und 29 weitere Gebäude ein Raub der Flammen. Vier Feuerwehrleute kamen ums Leben, ein weiterer wurde lebensgefährlich verletzt. Behörden und Anwohner erhöhten die Belohnung für Hinweise auf die Brandstifter auf 500.000 Dollar (394.000 Euro). Am Samstagabend waren 60 Prozent des Brandes unter Kontrolle.

Zur der Zeit, als der Waldbrand am Donnerstag östlich von Los Angeles ausbrach, wurden nach Angaben der Polizei zwei junge Männer gesehen, die das Gebiet verließen. Die Mutter eines der getöteten Feuerwehrmänner appellierte an die Täter, sich zu stellen. «Ihr habt nicht geglaubt, dass sich die Dinge so entwickeln werden, wie sie es taten», sagte Bonnie McKay. «Lasst euch nicht von Gewissensbissen auffressen. Meldet euch.»

Mehr als 2.700 Feuerwehrleute kämpften sich durch dichte Rauchschwaden, während sich die Flammen weiter durch das Buschland fraßen. Auch Löschflugzeuge und Hubschrauber waren im Einsatz. Eine Evakuierungsanordnung galt weiterhin für rund 500 Wohnhäuser von zwei kleinen Siedlungen. Andere Familien kehrten zu ihren Häusern zurück - häufig fanden sie aber nur noch verkohlte Ruinen vor. «Da ist nichts übrig geblieben, nur ein paar Mauern und Trümmer», sagte der 52-jährige Oscar Pineiro, der mit seiner Frau vor den Resten seines Hauses stand.

Der Brand wurde den Behörden zufolge auf unbewohntem Gebiet etwa 150 Kilometer östlich von Los Angeles gelegt. Heftiger Santa-Ana-Wind fachte ihn an, mehr als 160 Quadratkilometer Land wurden verwüstet. Die Meteorologen sagten weiter abflauenden Wind und zurückgehende Temperaturen vorher.


29. Oktober, 2006

Kampf gegen Waldbrände in Kalifornien

(sda) - In Südkalifornien sind bei einem Grosseinsatz von über 2000 Feuerwehrleuten rund zwei Drittel der Waldbrände eingedämmt worden. Die Einsatzleitung rechnete damit, bis Dienstag vollständige Entwarnung geben zu können.

Den Löschtrupps gelang es nach dreitägigem Kampf am Samstagabend (Ortszeit), die rasende Feuerwalze aufzuhalten. Auch die Natur unterstützte die Retter: Die gefürchteten Santa-Ana-Winde, die zuvor die Brandherde immer wieder angefacht hatten, flauten am Wochenende leicht ab.

Die Einsatzleitung konnte dann am Sonntag mitteilen, zwei Drittel der Brände seien unter Kontrolle. Die über 2000 Feuerwehrleute kämpfen mit Hilfe von Bulldozern und Löschhelikoptern gegen die Feuersbrunst. Auch das grösste Löschflugzeug der USA, ein umgerüsteter DC-10-Jet mit einem 45 000 Liter fassenden Tank, wird eingesetzt.

Nach einer ersten Schadensbilanz der Forstbehörde wurden 160 Quadratkilometer Land und 34 Häuser in dem hügeligen und unzugänglichen Hinterland von Palm Springs zerstört. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Eine halbe Million Dollar (rund 1,25 Millionen Franken) wurden für Hinweise zur Festnahme der Täter ausgesetzt.

Nach Angaben der Lokalzeitung «San Bernadino Sun» wollen Augenzeugen einen oder mehrere junge Männer gleich nach dem Ausbruch des Feuers an einer verdächtigen Stelle gesehen haben. Hunderte Hinweise seien bei der Polizei schon eingegangen.

Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger kündigte eine umfangreiche Fahndung und eine harte Bestrafung der Täter an. Im Falle einer Festnahme könnten die Brandstifter wegen Mordes angeklagt werden. Vier Feuerwehrleute waren am Donnerstag ums Leben gekommen, als sie von rasch um sich greifenden Flammen eingeschlossen wurden.

Wald- und Buschbrände hatten im September im Nordwesten von Los Angeles bereits tausende Hektaren Land vernichtet. Seit Januar wurden knapp 40 000 Quadratkilometer Wald vernichtet, mehr als je zuvor seit 1960, dem Beginn der Aufzeichnungen. Die Fläche des vernichteten Waldes entspricht fast jener der Schweiz.




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