Aktuell


Bodenerosion in China

China leidet stark unter Bodenerosion

China.org.cn (staatlich), Xinhua, 14. November 2006

Rund 37 Prozent der chinesischen Landfläche, insgesamt 3,6 Millionen Quadratkilometer, leiden unter Bodenerosion. Jährlich würden dabei etwa 5 Milliarden Tonnen Boden abgetragen, teilt das chinesische Umweltamt mit.

"Vor allem in den bergigen Regionen des Landes und den von Sandstürmen betroffenen Gebieten, besonders aber an den Ober- und Mittelläufen der Flüsse kommt es zu Bodenerosion", heißt es in einem "Kommunique über den Zustand der Umwelt in China 2005", das kürzlich von dem Ministerium herausgegeben wurde.

Weiter heißt es, dass von den betroffenen 3,6 Millionen Quadratkilometern Land, 1,7 Millionen von Erosion durch Wasser und 1,9 Millionen von Erosion durch Wind betroffen sind. Aber auch durch menschliche Aktivitäten verringert sich die Ackerfläche des Landes.

Aus Statistiken geht hervor, dass die Ackerlandfläche Chinas zwischen 1998 und 2005 um 7,6 Millionen Hektar abgenommen hat. 1,4 Millionen Hektar wurden als Bauland genutzt. Rund 2,1 Millionen Hektar Ackerland seien aber nach Landbereinigung wiederhergestellt worden.

Rund 10 Millionen Hektar fruchtbares Land, mehr als ein Zehntel der gesamten Anbaufläche Chinas, seien durch chemische Dünger, Pestizide oder Schmutzwasser belastet, teilte das Amt weiter mit.

Der größte Teil des belasteten fruchtbaren Ackerlandes befinde sich in den wirtschaftlich entwickelten Gebieten des Landes. Durch Schwermetalle verseuchtes Getreide belaufe sich auf 12 Millionen Tonnen jährlich und führe zu wirtschaftlichen Verlusten in Höhe von 20 Milliarden Yuan (2 Milliarden Euro).

Die fruchtbare Landfläche Chinas beträgt rund 120 Millionen Hektar und macht 13 Prozent der Gesamtfläche des Landes aus.


China will verstärkte internationale Zusammenarbeit im Umweltschutz

China.org.cn (staatlich), 14. November 2006

Der Leiter des chinesischen Staatlichen Hauptamtes für Umweltschutz Zhou Shengxian hat am Samstag in Beijing erklärt, China sei bereit, die Zusammenarbeit mit den anderen Ländern und internationalen Organisationen zu verstärken und gemeinsam den Umweltschutz in China zu verbessern.

Zhou sagte, die Umweltprobleme in China seien immer noch besorgniserregend. Sie beeinträchtigen die wirtschaftliche Entwicklung Chinas und die gesellschaftliche Stabilität und Harmonie des Landes. Angesichts dessen hoffe China, die Verwaltungserfahrungen und die Umweltpolitik anderer Länder mit der Praxis in China zu verbinden und dadurch den Umweltschutz schnell nach vorne zu bringen.


Zustand des Gelben Flusses verschlechtert sich weiter

China.org.cn (staatlich), Xinhua, 7. November 2006

Der Zustand des Gelben Flusses verschlechtert sich weiter und sorgt damit für zunehmende Beunruhigung. Der Gelbe Fluss ist der zweitlängste Fluss Chinas.

Der Fluss leide unter Verschmutzung und Verschlammung, am gravierendsten sei aber die verminderte Wassermenge, erklärte Li Guoying, der Leiter des Komitees für den Schutz des Gelben Flusses in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Li macht für den verheerenden Zustand des Flusses den starken Wassermissbrauch verantwortlich.

Nach Angaben Lis werden 60 Prozent des Wassers des Gelben Flusses für menschlichen und wirtschaftlichen Nutzen abgezweigt, ein hoher Anteil im Vergleich zu dem internationalen Limit von 40 Prozent.

"Die Übernutzung des Wassers hat wiederholt dazu geführt, dass der Fluss trocken lag. Dies hat eine weitere Verschlechterung des Ökosystems des Flusses nach sich gezogen", sagt Li.

Der Gelbe Fluss gilt als die Wiege der chinesischen Zivilisation und ist heute Chinas "Sorgenkind". Er entspringt auf dem Qinghai-Tibet Plateau und ergießt sich nach 5464 Kilometern in der ostchinesischen Provinz Shandong in das Bohai Meer.

Der Gelbe Fluss versorgt 12 Prozent der chinesischen Bevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen und 15 Prozent des chinesischen Agrarlandes mit Wasser. Er transportiert aber auch jährlich 1,3 Milliarden Tonnen Schlamm von den Lössplateaus am Ober- und Mittellauf flussabwärts. 400 Millionen Tonnen werden bis in den Unterlauf gespült.




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