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Aktuell

China und Klimaschutz

Donnerstag 14. Juni 2007, 07:34 Uhr

China bezeichnet Klima-Kompromiss der G-8 als unzureichend

Peking (AP) Die chinesische Regierung hat den Klimabeschluss des G-8-Gipfels von Heiligendamm als unzureichend kritisiert. Die Vereinbarung sei zwar ein positiver erster Schritt, sagte Wissenschaftsminister Wan Gang am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Peking. «Aber diese Vereinbarung hat es versäumt, die genauen Verpflichtungen für die verschiedenen Länder zu konkretisieren.»

Die Regierungschefs der G-8-Staaten sprachen sich in Heiligendamm grundsätzlich für eine Halbierung der Treibhausgase bis 2050 aus. Verbindliche Emissionsziele sollen aber erst gesetzt werden, wenn sich alle Staaten mit einem hohen CO2-Ausstoß daran beteiligen.

China steht unter dem Druck, aktive Schritte zur Eindämmung der Treibhausgase zu ergreifen. Zwei Drittel des immer größeren Energiebedarfs werden mit der Verbrennung von Kohle erzeugt. Daher wird erwartet, dass China in den nächsten Jahren die USA als Land mit den höchsten CO2-Emissionen ablösen wird. Wan sagte, dass sich China auf das Energiesparen und die Entwicklung erneuerbarer Energien konzentrieren werde, nannte aber keine Details.


China trägt positiv zur Begegnung des Klimawandels bei

CRI (staatlich), 10. Juni 2007

Der Leiter des chinesischen Amtes für Meteorologie, Zheng Guoguang, hat am Freitag in Beijing gesagt, China habe bei der Begegnung der globalen Erwärmung die Verantwortung als Großstaat angenommen.

Bei einem Online-Austausch mit Internetbesuchern auf der Webseite der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sagte Zheng Guoguang, gemäß dem Kyoto-Protokoll hätten die Entwicklungsländer vor dem Jahr 2012 keine Aufgaben hinsichtlich der Reduzierung der Treibhausgasemission zu erfüllen. China habe als verantwortungsvolles Land jedoch viele Maßnahmen getroffen, um den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren.

Zheng wies gleichzeitig darauf hin, die entwickelten Länder hätten eine Menge Wirtschaftsbranchen mit großem Schadstoffausstoß und schwerer Umweltbelastung in die Entwicklungsländer verlagert. Dementsprechend sollten sie sich dazu verpflichten, fortschrittliche Umweltschutztechnik kostenlos an die Entwicklungsländer zu liefern, um ihnen bei der Reduzierung der Treibhausgasemission zu helfen, sagte Zheng weiter.


Energiesparen wird in Beijing groß geschrieben

China.org.cn (staatlich), 12. Juni 2007

Ein Expertenteam, das für die Überwachung der Energieeinsparung zuständig ist, wurde am Sonntag in Beijing offiziell vorgestellt. Aufgabe des Teams ist, die neuesten Informationen über das Energiesparen weiter zu leiten, Betriebe über sparsamen Energiebrauch und Energiesparen aufzuklären und ihnen staatliche und städtische Gesetze, Vorschriften und Bestimmungen über Energiesparen nahe zu bringen. Die sogenannten "Energiespar-Polizisten" sind bevollmächtigt, Gesetzesverstöße im Einsparungsbereich gesetzlich zu untersuchen und zu bestrafen.

Die erste Aufgabe des Expertenteams ist, sich Hotels, Bürogebäude, Kaufhäuser und Supermärkte zur Brust zu nehmen und beispielsweise die energiesparende Anwendung der Klimaanlagen verstärkt zu überwachen und zu untersuchen.


Verbreitung umweltfreundlicher Brennstoffe in Beijing

China.org.cn (staatlich), 13. Juni 2007

Beijing wird umweltfreundliche Brennstoffe verstärkt einsetzen. 90 Prozent der öffentlichen Nahverkehrsmittel sowie alle Taxis, Straßenkehrmaschinen und Postfahrzeuge werden bis zum Jahr 2008 umweltfreundliche Kraftstoffe verwenden. Darüber hinaus werden eine Reihe von effizienten energiesparenden umweltfreundlichen Turbinen-Generatoren mit Erdgas als Brennstoff gebaut. Sie sollen zukünftig Wohn- und Bürogebäude mit Heizung, Strom und Lüftung versorgen. Die Veränderung der traditionellen Heizmethode ist ein großer Fortschritt bei der Anwendung umweltfreundlicher Energiequellen in Beijing. Bis zu den Olympischen Sommerspielen 2008 wird Beijing fünf Milliarden Kubikmeter Erdgas aus anderen Landesteilen Chinas einführen, damit weniger Kohle als Brennstoff benötigt und die Luft durch Rückstände bei der Verbrennung der Kohle nicht belastet wird.


Beijing bei Verringerung der Schadstoffemission erfolgreich

China.org.cn (staatlich), 8. Juni 2007

Im Jahr 2006 konnte in vier Landesteilen Chinas die Schadstoffemission erfolgreich reduziert werden. Die Hauptstadt Beijing, die regierungsunmittelbare Stadt Tianjin und die Provinzen Jiangsu und Gansu haben die vorgegeben Normwerte erfüllt.

Das Beijinger Umweltschutzamt hat am Mittwoch einen Bericht über die Umweltsituation in Beijing im Jahr 2006 veröffentlicht. Darin heißt es, die Luftqualität in Beijing sei im Jahr 2006 ständig besser geworden. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr in den Beijinger Stadtbezirken 241 Tage mit guter Luftqualität. Das sind sieben Tage mehr als im Jahr 2005. Die Wasserqualität an den Oberläufen der Beijinger Flüsse erreichte im vergangenen Jahr den erforderlichen Standard, die an den Unterläufen hat sich ebenfalls deutlich verbessert. Die Überwachung des Geräuschpegels in Beijing hat ergeben, dass die durchschnittliche Lärmbelästigung im vergangenen Jahr tagsüber die staatliche Norm erreichte, nachts jedoch zum Teil zu hoch war.


Ausstellung für Energiesparen und Umweltschutz

China.org.cn (staatlich), 8. Juni 2007

> Eine internationale Ausstellung für Energiesparen und Umweltschutz wird am kommenden Sonntag in Beijing eröffnet. Eine Reihe von Aktionen im Rahmen der Aufklärungswoche über Umweltschutz wird ebenfalls am Sonntag beginnen.

Die internationale Ausstellung für Energiesparen und Umweltschutz ist die wichtigste Aktion der Aufklärungswoche. Sie hat eine Ausstellungsfläche von 16.000 Quadratmetern. Ein ökologisch bewirtschafteter Bauernhof wurde auf dem Ausstellungsgelände aufgebaut. Hier können die Besucher mehr als 20 umweltfreundliche Techniken mit geringem Energieverbrauch testen. Die Besucher können auch alte elektronische Produkte gegen neue tauschen. Viele der Top-500-Betriebe in der Welt nehmen an der Ausstellung teil.


China will Anteil der erneuerbaren Energie erhöhen

China.org.cn (staatlich), 8. Juni 2007

China will den Anteil der erneuerbaren Energie in der Energiestruktur erhöhen. Organische Abfälle etwa sollen erneut genutzt und die Technik der erneuerbaren Energie industrialisiert entwickelt werden.

Auf der Sitzung des chinesischen Staatsrates am Donnerstag wurde dazu der "Plan zur mittel- und langfristigen Entwicklung erneuerbarer Energien" diskutiert und prinzipiell angenommen.

Die Erschließung und Nutzung von regenerierbarer Energie sei von großer Bedeutung für die Garantie der Energiesicherheit, für den Schutz der Umwelt und für die Realisierung der nachhaltigen Entwicklung in China, hieß es auf der Sitzung.


Mittwoch 13. Juni 2007, 18:36 Uhr

Artenschutzkonferenz bestätigt Zuchtverbot für Tiger

Den Haag (AP) Tigerfarmen in China dürfen die vom Aussterben bedrohten Raubkatzen auch in Zukunft nicht für die Verarbeitung in traditionellen chinesischen Medikamenten züchten. Die Konferenz der Mitgliedstaaten des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens (CITES) in Den Haag bestätigte am Mittwoch ein entsprechendes Verbot. «Eine Erlaubnis der Tigerzucht für den Handel wäre ein weiterer Nagel im Sarg dieser besonderen Spezies gewesen», sagte Grace Gabriel vom Internationalen Tierschutzfond. Derzeit leben nur noch 5.500 Tiger in freier Wildbahn.

Obwohl der Handel mit Tigerprodukten in China seit 1993 untersagt ist, versuchen einflussreiche Züchter, die Behörden zum Widerstand gegen das Zuchtverbot zu bewegen. Der chinesische Gesandte Wang Weisheng betonte jedoch, Peking habe keine konkreten Pläne für eine Lockerung - es sei denn, der Handel mit Tigerbestandteilen hätte nachweislich positive Auswirkungen auf den Schutz der weltweiten Bestände. So könnten die Einnahmen aus dem Verkauf von Tigerknochen etwa an Schutzprojekte gespendet werden, schlug er vor.

Kritiker warnten dagegen, eine Legalisierung der Tigerzucht würde das Interesse an den Tieren weiter verstärken. «Die Überlebenschancen für Tiger in der Freiheit sind sehr düster, solange die Nachfrage nach Körperteilen von Tigern nicht zurückgeht», sagte Rajesh Gopal von der indischen Behörde zum Schutz der Tiger.

Keinen Durchbruch erzielten die 171 Mitgliedstaaten des Artenschutz-Übereinkommens am Mittwoch in der Frage des Elfenbeinhandels. Während sich vor allem südafrikanische Staaten für eine Lockerung des seit 18 Jahren bestehenden Handelsverbotes einsetzten, um ihre angesammelten Elfenbeinbestände zu verkaufen, forderten andere dessen Beibehaltung. Sie befürchten, dass eine Lockerung den ohnehin blühenden illegalen Elfenbeinhandel weiter verstärkt. «Wir brauchen mehr Zeit, um zu einer endgültigen Übereinkunft zu kommen», sagte der simbabwische Umweltminister Francis Nhema. «Wir haben es fast geschafft.»

Geeinigt haben sich die Mitgliedstaaten dagegen auf eine Beschränkung des Verkaufs von Edelkorallen: Künftig muss nachgewiesen werden, dass beim Abbau der Tiefseekorallen das Überleben der Spezies nicht gefährdet wurde. Edelkorallen kommen weltweit vor, werden aber vor allem im Mittelmeer und im Pazifik abgebaut und zu Schmuck verarbeitet. Wegen ihres langsamen Wachstums sind sie besonders von der Ausrottung bedroht.

Das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen wurde erstmals 1975 verabschiedet, um die Jagd auf Großkatzen einzuschränken. Heute regelt die Konvention den weltweiten Handel mit fast 35.000 Tier- und Pflanzenarten.


Dienstag 12. Juni 2007, 19:28 Uhr

Farm in China servierte Tigerfleisch

Den Haag (AP) Eine Tigerfarm in China hat nach Angaben von Tierschützern Fleisch der Raubkatzen als Gericht angeboten. Journalisten des britischen Fernsehsenders ITN sei bei einem Besuch der Farm in Guilin im Februar Tigerfleisch serviert worden, berichtete der Sender am Dienstag. Ein DNA-Test in einem chinesischen Labor habe dies bestätigt. Der Schutz von Tigern steht am (morgigen) Mittwoch auf dem Programm der Konferenz der Mitgliedstaaten des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens (CITES) in Den Haag.

Die Testergebnisse seien von einem Labor in den USA überprüft worden, sagte CITES-Sprecher John Sellar am Dienstag. Steven Broad von der Artenschutzorganisation TRAFFIC erklärte, er erwarte eine Debatte über die private Aufzucht von Tieren in China. Umweltschützer fürchten, dass die dortigen Behörden von privaten Betreibern von Tigerfarmen dazu gedrängt werden könnten, das seit 14 Jahren gültige Handelsverbot für Tigerprodukte aufzuheben.

Eine solche Entscheidung wäre verheerend für die schätzungsweise 5.000 in freier Wildbahn lebenden Tiger, erklärte Susan Lieberman vom WWF. «Das würde das Ende der Art bedeuten.» Die Haltung eines Tigers auf einer Farm koste umgerechnet 750 Euro pro Jahr, aber ein Bauer könne für nur 75 Cent einen Tiger mit einer Falle töten, sagte die Expertin.

Medikamente können künftig wie bei einem Schwangerschaftstest mit speziellen Stäbchen auf verbotene Proteine von Bären überprüft werden. Die Test-Kits wurden von der Tierschutzorganisation WSPA entwickelt, um die Verwendung von Bärengalle in traditionellen chinesischen Arzneien nachzuweisen. Die Kits sollen nach dem Willen der Organisation künftig vom Zoll und den Strafbehörden im Kampf gegen den illegalen Handel mit Gallenflüssigkeit und anderen Bärenprodukten eingesetzt werden, wie die WSPA mitteilte.

Die neue Testmöglichkeit wurde am Dienstag auf CITES-Konferenz vorgestellt. Die bittere grüne Gallensubstanz wird traditionell von chinesischen Ärzten verwendet, um Augen- und Leberbeschwerden zu behandeln. Sie stammt meist von Farmen, in denen oft tausende Bären in engen Käfigen gehalten werden. Die Galle wird dabei durch chirurgisch eingeführte Schläuche direkt aus der Gallenblase abgesaugt.

Tierschutzorganisationen und die Europäische Union haben China aufgefordert, die Anlagen wegen der als grausam empfundenen Bedingungen zu schließen. In den meisten Staaten ist der Handel mit Bärenprodukten ohnehin untersagt oder streng reguliert. Für die Gallenproduktion in China werden vor allem die als bedroht geltenden asiatischen Schwarzbären gehalten. In Kanada und Australien werden die Proteintests seit April eingesetzt, um Importe zu überprüfen. Als Beweismittel bei der Strafverfolgung ist die Methode aber bislang nicht anerkannt.



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