AktuellWaldbrände auf Krim
28. August, 2007 Neuer Waldbrand in der Ukraine(itartass/russland.RU) - Im ukrainischen Gebiet Cherson ist ein neuer Waldbrand ausgebrochen. Wie ITAR-TASS beim Pressedienst des Katastrophenschutzministeriums der Ukraine erfuhr, brennen seit Freitagabend in der Försterei "Zjurupinskoje" etwa 700 Hektar Wald.An der Bekämpfung des Feuers nehmen zurzeit 400 Menschen, 96 Technikeinheiten und drei Hubschrauber teil. Es seien mehr als 200 Tonnen Wasser verbraucht worden, so ein Insider. Im ukrainischen Zivilschutzministerium wird die Ansicht vertreten, dass es sich um einen Brandstiftungsfall handelt. Wie der Minister Nestor Schufritsch vor Ort erklärte, "entstehen in diesem Zusammenhang zahlreiche Fragen, denn es brennt ein Teil des Waldes, der vom Territorium des sich am Montag ereigneten Waldbrandes weit entfernt ist". 28. August, 2007 Ukraine verweigerte Hilfe von Russland beim Löschen von Waldbrand auf der Krim(ria novosti) - Der ukrainische Zivilschutzminister Nestor Schufritsch hat die von Russland beim Löschen eines großen Waldbrandes an der südlichen Krim-Küste angebotene Hilfe verweigert."Unsere Kollegen aus dem russischen Zivilschutzministerium boten einige K-32-Löschhubschrauber an, die in Anapa stationiert sind. Aber wir kommen bislang mit eigenen Kräften voran", sagte der Minister am Montag vor der Presse in Simferopol. "So viel Flugtechnik für die Löscharbeiten brauchen wir nicht. Wir haben die Hilfe unserer Kollegen dankend abgewiesen." Die Löscharbeiten an der Südküste der Krim werden durch eine komplizierte Landschaft und heftige Windböen erschwert. Nach Angaben der Forstwirtschaft Alupka handelt es sich um den schwersten Waldbrand auf der Krim seit zehn Jahren. Am Sonntag starben zwei Menschen - ein Mitarbeiter der Forstwirtschaft und seine Ehefrau - an Rauchvergiftungen. Am vergangenen Freitag hatte sich ein 29-jähriger Tourist aus Charkow im Wald verirrt und wollte mit einem Feuer ein Zeichen für die Rettungsdienste geben. Binnen wenigen Minuten verbreiteten sich die Flammen auf eine Fläche von einige hundert Quadratmeter. Der Tourist sitzt derzeit in einer Untersuchungshaft in Jalta. Gegen ihn wird wegen Brandstiftung ermittelt. Dem Touristen droht eine Haftstrafe zwischen sieben und zehn Jahren. 28. August, 2007 Wissenschaftler beziffern Waldbrandschäden auf der Krim auf 100 Millionen US-DollarSIMFEROPOL (RIA Novosti). Die Waldbrände, die in der vergangenen Woche die Krim heimgesucht haben, verursachten nach ersten Schätzungen des Ökologen, Professor Viktor Tarassenko, einen Schaden von über 100 Millionen US-Dollar.Auf einer Pressekonferenz am Dienstag, die in Simferopol stattgefunden hat, erklärte sich der Präsident der Akademie der Wissenschaften der Krim und Vorsitzende des Umweltschutzverbandes „Ökologie und Frieden“ Tarassenko bereit, Faktenmaterial vorzulegen, das seine Thesen untermauert. Der Brand in dem Wald- und Bergmassiv des Naturparks von Jalta unweit des Berges Ai-Petri ist am 24. August ausgebrochen. Ein verirrter Tourist hatte in dem Waldgebiet ein Lagerfeuer entzündet, um ein Notsignal zu geben. Im Nu standen Hunderte Quadratmeter in Flammen. Der Brandstifter befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von sieben bis zehn Jahren. Der Waldbrand konnte am Dienstag in den Morgenstunden lokalisiert werden. Der Sprecher der republikanischen Forstverwaltung auf der Krim, Maxim Golowan, teilte der RIA Novosti mit, dass ungefähr 300 Hektar Waldgebiet im Naturschutzgebiet in Mitleidenschaft gezogen worden sind. „Das ist eine definitive Zahl. Nachdem der Rauch verweht worden ist, konnten die Forstarbeiter die Schadensfläche konkret beurteilen“, sagte er. Der Regierungschef der Krim, Viktor Plakida, hat bisher vor der Presse einen Schaden von ungefähr 100 000 US-Dollar eingestanden, was Wissenschaftler bestreiten. Sie beziehen sich auf die Maßstäbe, die in anderen Ländern angelegt werden und nicht nur den Preis des abgebrannten Holzes berechnen. „Am Ort des Brandes ist das ökologische System, der Lebensraum der Tiere und die Naturschutzbedingungen in einem gewaltigen Gebiet vernichtet worden. Das ist ein verheerender Schlag gegen die Natur des Berggebietes auf der Krim“, beklagt Tarassenko. Der Präsident der Wissenschaftsakademie verurteilte den Massentourismus und seine Kommerzialisierung mit ihren abträglichen Folgen für die Natur. „Die Kommerzialisierung verspielt, was die Krim hauptsächlich ausmacht: Das Klima eines Kurorts“, prangerte er an. » zurück |
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