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Sachalin: Strafe für Abholzung

19. Dezember, 2007

Sachalin-2: Umweltamt fordert 11 Mio. Euro

Moskau (ab/.rufo/Moskau). Die russische Umweltbehörde, Rosprirodnadsor, fordert 390 Mio. Rubel (gut elf Mio. Euro) Schadenersatz vom Betreiber des Öl- und Gasbohrprojekts Sachalin-2. Der Streit um Umweltverschmutzung hatte den Haupaktionär Shell vor einem halben Jahr zu massiven Konzessionen gezwungen.

Für die Abholzung des Waldes müsse Sakhalin Energy Kompensation in Höhe von über 390 Mio. Rubel zahlen, erklärte der stellvertretende Leiter der Behörde, Oleg Mitwol. Die Summe könne freiwillig überwiesen werden, oder sie werde eingezogen, fügte er hinzu.

Das Konsortium Sakhalin Energy bestand ursprünglich aus den drei Aktionären Shell, Mitsui und Mitsubishi. Im Jahr 2003 hatte das englisch-japanische Konsortium eine Investitionsvereinbarung in Höhe von 10 Mrd. USD mit der russischen Regierung abgeschlossen.

Allerdings zeigten sich schon bald massive Umweltprobleme bei der Verwirklichung des Projekts. Rücksichtslos wurden sowohl der Wald auf der Insel zur Verlegung einer Pipeline abgeholzt, als auch die Bucht vor der Insel in eine tote Zone verwandelt.

Das Umweltamt stellte daher Strafanzeige gegen das Konsortium und drohte mit Einzug der Lizenz. Erst nachdem der russische Erdgasmonopolist Gazprom in das Konsortium einsteigen konnte, wurden die Sanktionen ausgesetzt. Die Geldstrafe von 11 Mio. Euro ist angesichts des Projektvolumens sehr gering.







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