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Aktuell

Entwaldung in Mexiko

11. März, 2008

Mexiko: Illegale Rodungen in bedrohen Monarchfalter

In einem Naturschutz­gebiet, in dem die wanderfreudigen Schmetterlinge überwintern, wurden 450 Hektar Wald geschlägert

Mexiko-Stadt (APA) - Auf Satellitenaufnahmen des mexikanischen Staates Michoacan entdeckten Wissenschafter beträchtliche Lücken in einem Naturschutzgebiet. Offenbar waren bereits rund 450 Hektar Walt illegal gerodet worden. Das Naturschutzgebiet diente bisher dem Monarchfalter (Danaus plexippus) als Winterquartier, die Forscher befürchten nun eine erhebliche Bedrohung der Art.

Seit 2004 wurden in dem Gebiet, in dem jedes Jahr unzählige Schmetterlinge überwintern, 450 Hektar Wald gerodet. Wenn die Rodungen weitergingen, dann könne der Monarchfalter nicht überleben, erklärte der emeritierte Biologieprofessor Lincoln Brower, der die Monarchfalter seit mehr als 50 Jahren erforscht.

Kaum Überwachungen

Die Schmetterlinge sind bekannt für ihre ausgeprägten Wanderungen, die sie jedes Jahr über 5.500 Kilometer vom Osten Kanadas und Teilen der USA in die mexikanischen Berge führen, wo sie überwintern. In dem 50.000 Hektar großen Monarchfalter-Biosphären-Reservat sind seit einem Erlass des mexikanischen Präsidenten vom November 2000 Rodungen verboten. Überwacht wird dies aber kaum.







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