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Freiheit für Regenwaldschützer

Freiheit für Hunderte Umweltschützer

Ecuadors Verfassung gebende Versammlung widerruft mit einer Amnestie willkürlich erhobene Anklagen

Europaticker, 19.3.08

In einer für das Land einmaligen Entscheidung hat die Verfassung gebende Versammlung in Ecuador jetzt mit großer Mehrheit eine Amnestie für 357 Umweltschützer, Sozialaktivisten und Menschenrechtsvertreter beschlossen. In den meisten Fällen geht es um Personen, die sich gegen Umwelt zerstörende Projekte im Bergbau- und Erdölsektor engagiert haben und deswegen willkürlich kriminalisiert worden sind.

Betroffen von der Amnestie sind unter anderem mehr als 40 Gegner des Kupferabbaus in den Nebelwäldern der Region Intag nordwestlich der Hauptstadt Quitto, die vom kanadischen Bergbaukonzern Ascendant Copper wegen ihres Widerstandes angezeigt worden waren. "Rettet den Regenwald” (RdR, Hamburg) unterstützt die regionale Umweltgruppe DECOIN seit zehn Jahren, die im Intag gegen den Kupferabbau und für den Erhalt der artenreichen Nebelwälder kämpft.

Mit Spendengeldern von RdR waren in der Vergangenheit rund 3000 Hektar Regenwald als Sperrgrundstücke gegen das Bergbauprojekt gekauft und zu Wäldern im Besitz der Dörfer erklärt worden. Ascendant Copper hatte in der Vergangenheit mehrfach versucht, Gegner des Kupferabbaus in der Region mit Anzeigen und Verhaftungen einzuschüchtern sowie mundtot zu machen. „Die Amnestie ist ein großer Erfolg für den Regenwaldschutz in Ecuador und die vielen Menschen, die sich jahrelang gegen Umwelt zerstörende Projekte engagiert haben“, erklärte der RdR-Vorsitzende Reinhard Behrend. „Der Erfolg im ecuadorianischen Intag zeigt, dass es manchmal einen langen Atem braucht, bis Kampagnen zum Regenwaldschutz erfolgreich enden.“

Bereits Ende Januar 2008 hatte die ecuadorianische Regierung fast 600 Konzessionen für Bergbauprojekte im Land für ungültig erklärt, darunter auch die Konzession von Ascendant Copper. Zwei Monate vorher war die Firma bereits vom zuständigen Bergbauministerium aufgefordert worden, sämtliche Aktivitäten im Intag einzustellen und alles Personal von dort abzuziehen. Der linksgerichtete Präsident Rafael Correa hatte den Schritt damit begründet, dass die nationalen Ressourcen dafür genutzt werden müssten, die Erlöse auch den Armen des Landes zugute kommen zu lassen.







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