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Aktuell

Rettet Nemo (erweitert)

Dienstag 18. November 2003, 08:10 Uhr

Erfolg des Filmfisches "Nemo" macht Südseeriffen zu schaffen

(AFP) Der weltweite Erfolg des Trickfilm-Fisches "Nemo" macht der Unterwasserwelt des Inselstaats Vanuatu zu schaffen. Die Riffe des Südsee-Archipels leeren sich zusehends, weil der Zeichentrickfilm "Findet Nemo" die Nachfrage nach bunten Tropenfischen in die Höhe schnellen ließ, wie der Tourismusverband am Dienstag mitteilte. Eine "beträchtliche Anzahl von Fischen" sei vor den Küsten Vanuatus gefangen und lukrativ ins Ausland verkauft worden, sagte Verbandssprecher Peter Whitelaw der australischen Rundfunkanstalt ABC. Die ökologisch empfindsamen Riffe würden derzeit eindeutig überfischt.


(Kommentar Waldportal: Der Film handelt eigentlich davon, wie ein lustiger Fisch seiner Heimat entrissen wird und in einem traurigen Zimmeraquarium landet, aber wieder befreit wird. Diese Message kommt bei den Kindern offenbar nicht rüber).


WWF-Website zum Thema.


Mittwoch 19. November 2003, 10:58 Uhr

«Findet Nemo» - aber nicht im Aquarium

Bonn (AP) Bunte Meerwasser-Zierfische sind nach Ansicht des Bundesamtes für Naturschutz völlig ungeeignet für den Gabentisch. Aus Anlass des Kinostarts des neuen Disney-Films «Findet Nemo» mahnte das Bundesamt am Mittwoch in Bonn, Kindern- und Jugendlichen keine exotischen Tiere zu Weihnachten zu schenken. Wenn schon Aquarium, seien Süßwasser-Zierfische besser geeignet.

«Bei Harry Potter war es der Wunsch nach lebenden Eulen, mit dem neuen Kino-Hit 'Findet Nemo' sind es vielleicht Clownfische oder andere Meerestiere, für die sich Kinder und Jugendliche in den nächsten Wochen vor Weihnachten begeistern», meinte der Präsident des Naturschutzamtes, Hartmut Vogtmann. «Es gibt viele geeignete Haustiere für naturinteressierte Jugendliche, aber Meerwasser-Zierfische gehören sicher nicht dazu.» Derartige Exoten seien allenfalls etwas für erfahrene Tierhalter, die über Geld, Zeit und Erfahrung verfügten, hoch empfindlichen Doktor- und Kaiserfischen, anspruchsvollen Garnelen, Schlangensternen und Korallen in einem professionell ausgestatteten Meerwasser-Aquarium die richtige Pflege zu bieten.

«Kinder, die sich für die faszinierende Unterwasserwelt interessieren, sollten es zunächst mit einfacher zu haltenden und nachgezüchteten Süßwasser-Zierfischen versuchen,» riet Vogtmann, «zumal bei zahlreichen Arten, wie Buntbarschen und Labyrinthfischen, die Männchen oft genauso fürsorgliche Väter wie Nemos Papa sind.»


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