Aktuell


Hunger in Afrika

Montag 8. Dezember 2003, 18:01 Uhr

23 Länder in Afrika von Hunger bedroht

Rom (AFP) Wegen schlechter Ernten und gewalttätiger Konflikte sind 23 Staaten in Afrika von Nahrungsmittelknappheit bedroht. Besonders Besorgnis erregend sei die Situation in den dürregeplagten Ländern Somalia, Äthiopien und Eritrea. Hier seien mehr als anderthalb Millionen Menschen dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, hieß es in dem in Rom veröffentlichten Afrika-Bericht der Welternährungsorganisation (FAO). In der Sahel-Zone hingegen, die in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Schauplatz von Hungersnöten war, werde wegen ausreichender Niederschläge eine Rekordernte erwartet.

In dem politisch isolierten Staat Simbabwe im südlichen Afrika seien 5,5 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, in Angola 1,4 Millionen. In Elfenbeinküste sei die Versorgungslage vor allem im Norden kritisch; dieser Landesteil wird von Rebellen kontrolliert. Auch in den westafrikanischen Staaten Guinea-Bissau und Mauretanien drohe Nahrungsmittelknappheit.

In den Bürgerkriegsländern Liberia und Sierra Leone habe sich die Situation nach dem Ende der Kämpfe verbessert, weil viele Flüchtlinge in ihre Häuser zurückgekehrt seien und die Bauern wieder ihre Felder bestellen könnten. In den zentralafrikanischen Krisenländern Burundi und Demokratische Republik Kongo stelle die unsichere Lage weiterhin ein Hindernis für die Nahrungsmittelproduktion dar.

Die FAO gab in Rom außerdem bekannt, dass die der brasilianischen Regierung für ihr Hungerbekämpfungsprogramm "Fome Zero" (Null Hunger) 5,8 Millionen Dollar (4,8 Millionen Euro) zur Verfügung stellt.


Montag 8. Dezember 2003, 15:25 Uhr

UN-Konferenz zur Wasserversorgung in Afrika begonnen

(AFP) Zum Auftakt einer UN-Konferenz zur Wasserversorgung in Afrika haben die Vereinten Nationen zu einem effizienteren Umgang mit den Wasservorräten aufgerufen. Die "schlechte Verwaltung" der Wasserressourcen beeinträchtige die Produktion von Lebensmitteln und den industriellen Fortschritt Afrikas, sagte der Spitzenfunktionär der UN-Wirtschaftskommission für Afrika, K.Y. Amako, am Montag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.


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