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Aktuell
UN zu Kongo-Krise
Freitag 19. November 2004, 06:22 Uhr
Annan ernennt Koordinator für Kongo
New York (AP) UN-Generalsekretär Kofi Annan hat den neuseeländischen Diplomaten Ross Mountain zum Koordinator für den Kongo ernannt. Mountain hat mehr als 25 Jahre Erfahrung an den Brennpunkten dieser Welt und war zuletzt im Irak tätig. Er soll unter anderem die humanitären Einsätze in dem Land koordinieren. Der UN-Sicherheitsrat hatte erst im Oktober das Kontingent an Blauhelmsoldaten und Polizisten in dem Land auf mehr als 16.000 aufgestockt, um die Übergangsregierung nach dem Bürgerkrieg von 1998 bis 2002 bis zur Wahl im kommenden Jahr zu unterstützen.
Freitag 19. November 2004, 09:54 Uhr
UN-Konferenz berät über Gebiet der Großen Seen
Daressalam (AFP) - Im tansanischen Daressalam hat eine UN-Konferenz über die Zukunft der afrikanischen Region der Großen Seen begonnen. In Anwesenheit von UN-Generalsekretär Kofi Annan tagen die Präsidenten aus einem Dutzend afrikanischer Staaten bis Samstag unter dem Motto "Frieden, Sicherheit, Demokratie und Entwicklung in der Region der Großen Seen". Das Gebiet der Großen Seen ist eines der instabilsten der Welt.
In Folge des Krieges in der Demokratischen Republik Kongo wurden 3,5 Millionen Menschen getötet, beim Völkermord in Ruanda vor zehn Jahren starben 800.000 Menschen. Themen der ersten Konferenz dieser Art sind Frieden und Stabilität, Demokratisierung, wirtschaftliche Entwicklung und regionale Zusammenarbeit.
Freitag 19. November 2004, 09:10 Uhr
Abkommen zwischen Sudans Regierung und Rebellen
Nairobi (AFP) - Die sudanesische Regierung und die größte südsudanesische Rebellengruppe SPLA haben sich in der kenianischen Hauptstadt Nairobi auf einen Friedensschluss bis Ende dieses Jahres geeinigt. Beide Seiten unterzeichneten eine Erklärung, in dem ein solches Abkommen für "spätestens 31. Dezember" angekündigt wird. Staatsminister Jahia Hussein Babikar und SPLA-Delegationsleiter Nhial Deng Nhial unterzeichneten die Absichtserklärung vor dem in Nairobi tagenden UN-Sicherheitsrat.
Wie erwartet verabschiedete der UN-Sicherheitsrat im Anschluss eine Resolution, in der er die Konfliktparteien auffordert, sich für einen "dauerhaften Frieden und Stabilität" im Sudan einzusetzen. Beide Seiten müssten "jegliche Gewalt und alle Angriffe beenden". Die Resolution stellt dem Sudan zudem internationale Hilfe in Aussicht, sobald das Friedensabkommen offiziell vereinbart ist.
Der Sicherheitsrat wollte mit einer Sitzung in Kenia den Druck zur Lösung des seit mehr als 20 Jahren währenden Bürgerkriegs im Sudan erhöhen. Auch die Lage in der westsudanesischen Krisenregion Darfur war Thema des Treffens. Es ist erst die vierte Ratssitzung seit 1952, die außerhalb des UN-Hauptquartiers in New York stattfindet. Sie geht im Laufe des Tages zu Ende.
In einem eindringlichen Appell hatte UN-Generalsekretär Kofi Annan die Konfliktparteien im Südsudan am Donnerstag in Nairobi zu einem raschen Friedensschluss aufgerufen. Ein Ende des seit 21 Jahren andauernden Krieges im Süden sei der Schlüssel für die Lösung bestehender Konflikte im Land, sagte Annan bei der Eröffnung der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats.
An der Sitzung in Nairobi nahmen auch der Chef der südsudanesischen Rebellengruppe SPLA, John Garang, und der sudanesische Vizepräsident Ali Osman Taha teil. Aus Darfur wurden Vertreter der Rebellengruppen Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM) und Sudanesische Befreiungsbewegung (SLM) erwartet. Sie kämpfen seit Februar 2003 gegen die einst von der Regierung in Khartum bewaffnete Dschandschawid-Miliz. UN-Schätzungen zufolge wurden seitdem bis zu 70.000 Menschen getötet und 1,5 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Die US-Regierung sprach bereits offiziell von Völkermord in Darfur.
Im ölreichen Südsudan herrscht seit 21 Jahren Bürgerkrieg. Rund 1,5 Millionen Menschen wurden seitdem getötet und vier Millionen vertrieben. Seit zwei Jahren herrscht Waffenstillstand.
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