AktuellGalapagos-Wald durch Vulkan bedroht
13. November 2005, 12.57 Uhr Feuer auf Galapagos-Inseln bedroht einzigartigen WaldQUITO (sda)- Auf den Galapagos-Inseln bedroht ein durch einen Vulkan entfachtes Feuer einen einzigartigen Wald mit nur dort vorkommenden Bäumen. Von den Scalesia-Cordata-Bäumen gibt es nur noch 400 Exemplare auf der Insel Isabella vor der Küste Ecuadors.Alle anderen seien Ziegen und anderem in den vergangenen Jahrhunderten auf die Galapagos-Inseln gebrachtem Vieh zum Opfer gefallen, teilten die Behörden mit. Die Scalesia-Cordata-Bäume aus der Gattung der Korbblütler werden etwa zehn Meter hoch und tragen kleine Blüten. Für den Schutz des Waldes sei eine Schneise geschlagen worden, um das Feuer aufzuhalten. Mit einem Helikopter werde immer wieder Wasser auf den Streifen gesprüht, berichtete die Zeitung "El Comercio" unter Berufung auf den Direktor des Nationalparks Galapagos, Washington Tapia. In der Hauptstadt Quito wurde erwartet, dass Präsident Alfredo Palacio den Notstand für den betroffenen Teil der Inselgruppe erkläre. Damit kann er zusätzliche Geldmittel für die Bekämpfung des Feuers frei machen. Der Vulkan Sierra Negra im Süden der Insel Isabela war am 22. Oktober ausgebrochen. Glühende Lava ergoss sich von den Hängen des Vulkans herab und setzte am vergangenen Sonntag erstmals die Vegetation in Brand. Ungünstige Winde hätten die Flammen dann auf den Wald zugetrieben. Der Sierra Negra ist einer der höchsten Vulkane der Inselgruppe im Pazifik etwa 1000 Kilometer vor der Küste Südamerikas. Sein Krater hat einen Durchmesser von zehn Kilometern. Auf der Insel Isabella gibt es insgesamt sechs Vulkane. » zurück |
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