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Aktuell
Brasiliens Papierindustrie vernichtet Arbeitsplätze
Ungesunde Papierarbeit
Von Norbert Suchanek, BIO100 - Umweltnachrichten November 2005
Die Papier- und Zellstoffindustrie schafft Arbeitsplätze. Das ist das übliche Argument vor allem aber nicht nur in der "Dritten Welt", um Holzplantagen und Papiermühlen zu genehmigen - egal wie umweltschädlich sie auch sein mögen. Aber nun entkräftet ein Bericht des "World Rainforest Movement" auch dieses Argument. Am Beispiel des Papier- und Eukalyptus-Zellstoff-Konzerns Aracruz in Brasilien zeigt der Report, dass für die betroffene, lokale Bevölkerung insgesamt gesehen eher mit Arbeitsplatzverlusten zu rechnen sei.
Allein die Aneignung von 375.000 Hektar Urwaldfläche und Ackerland für die Monokulturen von Aracruz habe Tausende von Familien um Brot und Existenz gebracht sowie Tausende von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft vernichtet. Und die wenigen Jobs, die im Gegenzug für die ungelernten Arbeitskräfte geschaffen wurden, seien gefährlich, machten krank und seien schlecht bezahlt. Inzwischen habe sich eine Initiative ehemaliger ernsthaft erkrankter Aracruz-Arbeiter gebildet, so der Report, die Aracruz vor Gericht verklagen wollen. Besonders gefährlich sei die Arbeit in den Aracruz-Monokulturen, weil diese häufig ohne Schutzanzüge die Pflanzen mit Pestiziden behandeln müssten.
Der Bericht "Promises of Jobs and Destruction of Work: The case of Aracruz Celulose in Brazil" steht im Internet unter: www.wrm.org.uy/countries/Brazil/fase.html
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