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Krieg Tschad/Sudan

24.12.2005 15:11 Uhr

Tschad im «Kriegszustand» mit Sudan

N'Djamena (dpa) - Der Tschad befindet sich nach eigenen Angaben wegen der zunehmend prekären Sicherheitslage im Osten des Landes im «Kriegszustand» mit dem Nachbarland Sudan. In einer Erklärung der Regierung in N'Djamena vom Freitag heißt es, Sudan sei nach einem Angriff tschadischer Rebellen auf die Stadt Adre im Grenzgebiet mit rund rund 100 Toten jetzt der «Feind der Nation».

Das berichtete die britische BBC. Khartum habe die tschadischen Rebellen dabei direkt unterstützt. Die Regierung rief die Bürger auf, sich auf eine sudanesische Aggression einzustellen.

Zudem würden sudanesische Milizen täglich in das afrikanische Land einfallen und dort Menschen töten, Vieh stehlen und Dörfer niederbrennen. «Tschad befindet sich heute in einem Kriegszustand mit Sudan», heißt es. Die Tschader sollten eine «patriotische Front» gegen den «gemeinsamen Feind der Nation» bilden.

Die Spannungen an der gemeinsamen Grenze hatten sich in den vergangenen Monaten zunehmend verschärft. Der Tschad hatte bereits im September sudanesische Milizen in der westsudanesischen Krisenregion Darfur für einen Angriff mit Dutzenden Toten im Grenzgebiet verantwortlich gemacht. Die in Darfur operierenden Milizen werden von der sudanesischen Regierung unterstützt.


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