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Nilpferde durch Wilderei bedroht
Sonntag 22. Oktober 2006, 08:56 Uhr
Nilpferden im Kongo droht die Ausrottung durch Wilderer
Dakar (AP) Den letzten Nilpferden im Osten des Kongos droht nach Angaben von Umweltschützern die Ausrottung. Allein in den ersten beiden Oktoberwochen wurden im Virunga-Nationalpark 400 Nilpferde getötet, wie die Zoologische Gesellschaft von London (ZSL) am Samstag auf ihrer Website erklärte. Zuletzt waren dort noch 900 der Tiere gezählt worden - «ein dramatischer Rückgang» von 22.000 im Jahr 1988. Sollte das Töten andauern, befürchten örtliche ZSL-Mitarbeiter, «dass es in vielen Teilen des Parks bis Weihnachten keine Nilpferde mehr gibt».
Außer 400 Nilpferden seien seit Anfang Oktober auch Büffel, Elefanten und andere Tiere getötet worden. Hauptverantwortlich dafür seien Rebellen der Mai-Mai, die ein Lager im Park aufgeschlagen hätten. Sie äßen Nilpferdfleisch und verkauften es, ebenso wie das Elfenbein der Zähne. Die Rebellen hätten darüber hinaus Parkwächter und deren Familien angegriffen. Der Virunga-Park gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO.
http://www.zsl.org
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