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Aktuell
AKTION zu Ecuador
Awa bitten um Hilfe
Rettet den Regenwald e.V., 29.10.06
Die Wälder Ecuador werden in einem rasanten Tempo gerodet, mehr als 200.000 Hektar werden jedes Jahr gerodet. Das Land hat die höchste Entwaldungsrate Südamerikas. Hauptverursacher der Regenwaldzerstörung sind die Holz- und Erölindustrie.
Seit zwanzig Jahren wird versucht, durch die Einrichtung eines staatliches Systems zur Waldkontrolle den illegalen Holzeinschlag einzudämmen. Doch die Politiker des Landes und Beamten des Umweltministeriums gaben immer wieder dem Druck der Holzfällerlobby nach oder ließen sich von diesen bestechen.
Dabei sind die Wälder sind nicht nur der Lebensraum einer enormen Vielfalt von Tieren und Pflanzen, sondern auch die Heimat und Lebensgrundlage der indigenen Völker und Bauern des Landes.
Mehr als 80 ecuadorianische Umwelt-, Sozialorganisationen und Basisgruppen haben im Juli 2006 in Quito eine NATIONALE UMWELTVERSAMMLUNG abgehalten und eine Reihe von dringenden Beschlüssen zur Rettung der Regenwälder des Landes und der darin lebenden Menschen verabschiedet.
Die wichtigsten sind:
- 5-jähriges Moratorium für den industriellen Holzeinschlag in den natürlichen Wäldern.
- Dauerhaftes Verbot des industriellen Holzeinschlags an der ecuadorianischen Küste (Choco-Region).
- Verbot der Anlage von industriellen Holzplantagen mit exotischen Holzarten.
- Einrichtung eines nationalen Walddialogs unter breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft und der Dörfer.
- Stopp der Dezentralisierung der Wald- und Holzkontrolle.
Bitte unterstützen sie die Aktion und schreiben sie an den ecuadorianischen Präsidenten Dr. Alfredo Palacio González und die Umweltministerin Dra. Ana Alban. Helfen Sie, durch internationalen Druck den Forderungen der ecuadorianischen Umweltschützer Nachdruck zu verleihen. Schreiben Sie selbst formulierte Briefe in spanisch oder englisch oder nutzen Sie den folgenden Musterbrief in spanisch.
AKTION
Wald kaufen für die Awas
Rettet den Regenwald e.V., 29.10.06
Mehr als die Hälfte des in Ecuador genutzten Holzes stammt aus der Küstenprovinz Esmeraldas. Zwei große, nationale Holzkonzerne schlagen dort Holz ein. Der Holzeinschlag ist weder ökologisch nachhaltig noch sozial verträglich. Mit der Zerstörung der Regenwälder berauben sich die Holzfirmen ihrer Produktionsgrundlage. Das bekommen auch die Awá zu spüren. Ihr 1.150 Quadratkilometer großes Territorium (entspricht etwa der Fläche von Hamburg und Bremen zusammen) ist als das letzte große Gebiet von Tieflandregenwald an der ecuadorianischen Küste ins Visier der Holzfäller geraten.
Mit dem industriellen Holzeinschlag eng verbunden ist die Palmölindustrie. Den Holzfällern folgen die Plantagenfirmen. Ende der neunziger Jahre begannen diese die an das Awá-Territorium angrenzenden Regenwaldgebiete aufzukaufen. Mit Baggern rodeten sie bisher etwa 30.000 Hektar Regenwald und legten dort Plantagen mit afrikanischen Ölpalmen an. „Die Holz- und Plantagenfirmen versprechen Geld, Straßen und Fortschritt”, berichtet Olindo Nastacuaz, Präsident der Föderation Awá. In ihr sind die 22 Awá-Dörfer in Ecuador zusammengeschlossen. „Die meisten Awá leben heute in bitterer Armut. Wir wünschen uns Fortschritt, aber nicht auf Kosten der Natur und unserer traditionellen Lebensweise.”
In ihrem Kampf für die Regenwälder benötigen die Awá unsere Hilfe. Sie wollen zwei wichtige Regenwaldgrundstücke kaufen und als Schutzgebiete bewirtschaften.
Bitte spenden Sie für Regenwaldkauf!
Kaufobjekte: Etwa 1000 Hektar weitgehend unberührter Bergregenwald sollen direkt angrenzend an das Awa-Dorf Rio Tigre erworben werden. Der Preis liegt bei 78.000 Euro. Es können auch Teilflächen auf Raten gekauft werden. Die jetzigen Besitzer, Landspekulanten aus dem Hochland, wollen den Wald abholzen und in Zuckerrohrfelder für die Alkoholgewinnung umwandeln.
Angrenzend an das Awá-Dorf La Unión sollen etwa 100 Hektar Sekundärwald als Sperrgrundstück gekauft werden. Durch das Grundstück führt eine Holzfällerpiste, auf der aktuell aus dem Awa-Territorium illegal geraubtes Holz abtransportiert wird. Über den Kauf wollen die Awá die Piste kontrollieren. Der Preis liegt bei 15.600 Euro.
Ein Teil der Spendengelder wird für begleitende Maßnahmen eingesetzt, wie die Vermessung der Grundstücke, Transporte und Versammlungen.
Spendenaktion
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