Aktuell


Sonntags-Update Buschbrände (erweitert)

Sonntag 17. Dezember 2006, 11:13 Uhr

Zehntausende Tiere bei Buschbränden in Australien umgekommen

(AFP) - Bei den seit zwei Wochen andauernden Buschbränden in Südaustralien sind zehntausende von Tieren umgekommen, darunter auch viele Koalabären und Kängurus. Vielfach könne die Tierart nicht einmal festgestellt werden, weil sie nur noch ein Haufen Asche seien, erklärten Umweltschützer. "Es ist grauenvoll", sagte Sandy Fernee, Sprecherin von Wildlife im Bundesstaat Victoria. Victoria ist die von den Bränden am stärksten betroffene australische Region. Aber auch in Tasmanien, New South Wales und Western Australia wurden tausende Quadratkilometer Land verbrannt und etliche Häuser zerstört.

Feuer dieses Ausmaßes seien verheerend für die Umwelt, sagte Kevin O'Loughlin, Leiter des in Melbourne ansässigen Forschungszentrums für Buschfeuer. Betroffen seien nicht nur die Tiere, sondern die gesamte Flora und Fauna. Das Ökosystem werde Jahre brauchen, um sich zu regenerieren. Auch die Luftverschmutzung durch die Brände ist extrem. Sie sei zehnmal schlimmer als in normalen Zeiten. "Es ist sicherlich das schlimmste Beispiel, das wir erlebt haben", sagte Stuart McConnell, Direktor der Forschungsabteilung der Umweltschutzbehörde von Victoria.

Hunderte von Feuerwehrleuten versuchen, die Feuer einzudämmen, doch Fachleute befürchten, dass die Brände in Victoria und Tasmanien noch Wochen andauern könnten. Einige Feuer wurden durch Blitzschläge ausgelöst, andere durch Brandstiftung. Australien erlebt derzeit zudem eine der schlimmsten Dürreperioden seit langem, die Buschwälder sind außergewöhnlich trocken.


Dienstag 19. Dezember 2006, 09:42 Uhr

Tausende Koalas bei Buschfeuern verbrannt?

Sydney (dpa) - Bei den verheerenden Buschbränden in Australien sind wahrscheinlich tausende von Koala-Bären und anderen Tieren in freier Wildbahn verendet. «Wir werden wahrscheinlich tausende von verbrannten Kadavern finden, wenn wir in die Gebiete können», sagte der Vorsitzende des Verbandes «Wildlife Victoria», Jon Rowdon, im australischen Fernsehen.

Die Brände haben nach Schätzungen der Feuerwehr bereits 700 000 Hektar Wald und Busch im Südosten Australiens vernichtet. Weil seit fünf Jahren Dürre herrscht und die Pflanzen völlig ausgetrocknet sind, verbreiten sich die Flammen so schnell, dass selbst Kängurus es oft nicht schafften, davon zu rennen, sagte Rowdon.

«Kusus und Koalabären sind aber besonders in Gefahr, weil sie am langsamsten reagieren.» Die Tiere flüchteten oft in die Baumkronen, um der Hitze zu entkommen, und seien den Flammen dort schutzlos ausgeliefert. Nach Angaben von Rowdon erblinden viele Tiere, die nicht sofort umkommen, sie werden verletzt und infizieren sich oder verhungern, weil ihr Lebensraum zerstört ist.


» zurück

Aus der easy.wdss.de, gedruckt am: Di, 02.12.2008 © easy.wdss • Besuchen Sie die www.weitblick.net unter www.weitblick.netBildschirm-Version

< zurück | nach oben scrollen^