AktuellAKTION zu Waldzerstörung in Tasmanien
Stoppen Sie Kredite für Waldzerstörung in Tasmanien"Rettet den Regenwald" e.V., 20.11.07Stoppen Sie Kredite für Waldzerstörung in Tasmanien Die ANZ (Australia and New Zealand Banking Group) plant die Finanzierung einer Zellstofffabrik des australischen Forstkonzerns Gunns Ltd. im Norden Tasmaniens. Um den jährlichen Holzbedarf der Fabrik zu decken, will Gunns die ökologisch wertvollen Naturwälder in Tasmaniens Tamar-Tal kahlschlagen. Naturwälder wie die im Tamar-Tal speichern riesige Mengen Kohlenstoff und verfügen über eine hohe Biodiversität. Angesichts des Klimawandels und des weltweiten Artenschwundes muss die Zerstörung dieses Naturerbes verhindert werden. Das Genehmigungsverfahren für die Zellstofffabrik hat in Australien eine enorme politische Diskussion ausgelöst. Der Firma nahestehende regionale Politiker haben Auflagen missachtet und eigenmächtige Entscheidungen zugunsten der umweltgefährdenden Pläne getroffen. Chris Lang vom World Rainforest Movement sagt: “Die geplante Papierfabrik würde nicht nur Tasmaniens Umwelt zerstören. Sie tritt auch demokratische Kultur mit Füßen.” Mit der Finanzierung der Zellstofffabrik würde die ANZ Bank gegen die so genannten „Äquator-Prinzipien“ verstoßen, einem internationalen Abkommen der Finanzinstitute, das eine Beteiligung oder Finanzierung von Geschäften und Projekten verhindern soll, die soziale und ökologische Schäden verursachen. Die ANZ (Australia and New Zealand Banking Group) mit Sitz in Melbourne ist Australiens drittgrößte Bank und wird seit Jahren wegen der Finanzierung waldzerstörender Projekte kritisiert. Die Bank finanziert den australischen Forstkonzern Guns Ltd. seit 1995 und hatte der Holzfirma erst im Februar 2007 einen 1,5 Mrd. Dollar Kredit gewährt. In der Kritik steht die ANZ auch wegen der Finanzierung des malaysischen Holzkonzerns Rimbunan Hijau, der u.a. wegen der Abholzung großer Regenwaldgebiete auf Papua Neuguinea berüchtigt und auch an illegalem Holzeinchlag beteiligt ist. Die geplante Zellstoffabrik würde jährlich 4,5 Millionen Tonnen Holz verbrauchen. 80 Prozent davon sollen in Naturwäldern eingeschlagen werden, der Rest könnte in Holzplantagen geerntet werden. Damit würden einige der ökologisch wertvollsten Naturwälder Tasmaniens zerstört. Bitte protestieren Sie bei der deutschen ANZ-Niederlassung gegen die geplante Finanzierung des Kahlschlag-Projektes. Zur AKTION Finanzierungsstopp für Waldzerstörung in Tasmanien gefordertPro REGENWALD protestiert gegen Australische ANZ BankPro REGENWALD, München/Frankfurt am Main, 19. November 2007 Aktivisten der Münchner Umweltorganisation Pro REGENWALD und des World Rainforest Movement haben heute vor der deutschen Niederlassung der ANZ (Australia and New Zealand Banking Group) gegen die Finanzierung der Waldzerstörung im Norden Tasmaniens protestiert. Sie forderten die ANZ Bank auf, die geplante Finanzierung einer Zellstofffabrik des australischen Forstkonzerns Gunns Ltd. zu stoppen. Um den jährlichen Holzbedarf der Fabrik zu decken, will Gunns die ökologisch wertvollen Naturwälder in Tasmaniens Tamar-Tal kahlschlagen. László Maráz, Sprecher von Pro REGENWALD: "Naturwälder wie die im Tamar-Tal speichern riesige Mengen Kohlenstoff und verfügen über eine hohe Biodiversität. Angesichts des Klimawandels und des weltweiten Artenschwundes muss die Zerstörung dieses Naturerbes verhindert werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass dies dem unsinnig hohen Papierverbrauch in wenigen Industrieländern geopfert wird." Das Genehmigungsverfahren für die Zellstofffabrik hat in Australien eine enorme politische Diskussion ausgelöst. Der Firma nahestehende regionale Politiker haben Auflagen mißachtet und eigenmächtige Entscheidungen zugunsten der umweltgefährdenden Pläne getroffen. Chris Lang vom World Rainforest Movement sagt: "Die geplante Papierfabrik würde nicht nur Tasmaniens Umwelt zerstören. Sie tritt auch demokratische Kultur mit Füßen." Die Protestaktion in Frankfurt ist Teil eines Internationalen Aktionstages, zu dem die australische Umweltorganisation Wilderness Society aufgerufen hat. Neben Aktionen in der Tasmanischen Hauptstadt Hobart und dem Hauptsitz der ANZ Bank in Melbourne protestieren Umweltschützer auch in Neuseeland, Japan, Großbritannien und Deutschland gegen die geplante Waldzerstörung. Am 17. November hatten in Tasmaniens Hauptstadt Hobart 15.000 Menschen gegen das Projekt protestiert. Mit der Finanzierung der Zellstofffabrik würde die ANZ Bank gegen die Äquator-Prinzipien verstoßen, einem internationalen Abkommen der Finanzinstitute, die eine Beteiligung oder Finanzierung von Geschäften und Projekten vermeiden soll, die soziale und ökologische Schäden verursachen. » zurück |
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