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Alte Indiosiedlung entdeckt
Festung der Nebelkrieger im Dschungel entdeckt
Von Norbert Raabe, Basler Zeitung, 5.12.08
Archäologen haben im Amazonas im Nordosten von Peru eine befestigte Siedlung gefunden, in der einst das legendäre Volk der Chachapoya gelebt haben dürfte.
Der Hauptteil der Festung umfasst laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP rund geformte Steinhäuser, die auf einer Fläche von rund fünf Hektar verteilt sind – überwuchert vom Dschungel des Amazonas. Wie der Archäologe Benedict Goicochea Perez am vergangenen Dienstag gegenüber Journalisten sagte, befindet sich die Festung oberhalb einer Kluft, von der aus die Bewohner womöglich nach nahenden Feinden Ausschau hielten.
Einige Bereiche der Festung sind mit Felsmalereien versehen, und nahe der Wohnhäuser fanden die Wissenschaftler mehrere grössere Flächen, auf denen die damaligen Bewohner wahrscheinlich Samen und Pflanzenreste zermahlten – als Nahrungsmittel und auch für Heilzwecke, wie Goicochea Perez glaubt.
Die Wissenschaftler vermuten, dass die Festung der Kultur der Chachapoya zuzuordnen ist – ein Kulturvolk, auch «Nebelkrieger» oder «Wolkenmenschen» genannt, das die Region prägte, bevor die mächtigen Inka es um 1475 nach Christus unterwarfen. Der Fundort liegt laut den Berichten in der Provinz Utcubamba im entlegenen Bezirk Jamalca. Diese Gegend liegt rund 800 Kilometer nordöstlich der Stadt Lima.
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