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Peru-Umweltminister in Deutschland

Gegen Abholzung – für biologische Vielfalt

Der peruanische Umweltminister auf Deutschlandbesuch

GTZ Pressemitteilung, 15.6.10

Peru ist eines der Länder, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Denn über die Hälfte der Bevölkerung wohnt im schmalen Wüstengürtel der pazifischen Küste, dessen Wasserversorgung immer schwieriger wird. Die riesigen Waldreserven – Peru ist nach Brasilien, Kongo und Indonesien das Land mit der größten Tropenwaldfläche – werden zunehmend durch Übernutzung und den Abbau von Rohstoffen reduziert. Dies bedroht auch die biologische Vielfalt des Andenstaates, die weltweit als eine der reichhaltigsten gilt.

2008 gründete die peruanische Regierung das Umweltministerium, ein Jahr später verabschiedete sie die nationale Umweltpolitik. Damit hat das Land wichtige Schritte unternommen, um den Umweltproblemen zu begegnen. Die GTZ unterstützt Peru im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums dabei, das noch junge Ministerium institutionell zu festigen und somit seine nationale Umweltpolitik umzusetzen.

Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerikaforschung (ADLAF) reiste der peruanische Umweltminister Antonio Brack zur Jahrestagung nach Deutschland – und nutzte seinen Aufenthalt dazu, wichtige Partner zu treffen und für die in Peru aktuellen Umweltthemen zu werben. „Deutschland hat uns schon immer dabei unterstützt, unsere Wälder zu schützen. Wir pflegen eine gute und enge Beziehung zur Bundesregierung, die es gilt fortzusetzen“, so der Minister. Unter anderem stand für ihn ein Besuch im Bundesumweltministerium, im Bundesentwicklungsministerium, in der KfW und bei der GTZ auf dem Plan.

Ein wichtiges Ziel des Ministers ist es, die Entwaldung im Amazonasgebiet zu stoppen. Bis zum Jahr 2021, wenn sich die Unabhängigkeit Perus zum 200. Mal jährt, soll kein Baumbestand mehr gefällt werden. Derzeit wird im Amazonasgebiet noch jährlich eine Fläche von etwa 200.000 Hektar vernichtet. Hinzu kommt der illegale Bergbau, der im peruanischen Urwald betrieben wird. Diesen gelte es zu stoppen, so Brack.







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